Alpenverein zeichnet Badener Hütte mit Umweltgütesiegel aus

Bei der Jahreshauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins am 17. Oktober in Salzburg wurden neun Alpenvereinshütten mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet – unter ihnen die Badener Hütte in Matrei in Osttirol.

Das Umweltgütesiegel der Alpenvereine würdigt seit mehr als 25 Jahren Hütten in Österreich, Deutschland und Südtirol, die besonders klimafreundlich, energieeffizient und nachhaltig bewirtschaftet werden.

Nun hat der Österreichische Alpenverein neun weitere seiner Hütten in Salzburg, Kärnten, Oberösterreich und Tirol mit dem Siegel ausgezeichnet. Noch nie erhielten in einem Jahr so viele Hütten das Umweltgütesiegel für besonders umweltfreundliche Bewirtschaftung.

Seit 2024 unterstützt der Österreichische Alpenverein Hütten mit Umweltgütesiegel durch eine eigene Förderung. Im Rahmen seiner Klimastrategie verfolgt der Verein das Ziel, dass bis 2033 mindestens 50 Prozent seiner 146 bewirtschafteten Hütten das Siegel tragen. Derzeit erfüllen bereits 81 Hütten des Österreichischen Alpenvereins die Kriterien des Siegels, davon sind 70 bewirtschaftet.

 

Begründung des Alpenvereins für die Verleihung des „Umweltgütesiegels“ an die Badener Hütte

Die Badener Hütte liegt auf 2.608 Metern Seehöhe am Venediger Höhenweg am Fuße der Kristallwand. Die Schutzhütte zeichnet sich insbesondere durch ihre Lage im abgelegenen und wilden Frosnitztal aus und stellt einen wichtigen Stützpunkt für Bergsteiger und Weitwandernde in der Venedigergruppe dar.

Die Hütte wird von den Hüttenwirtsleuten Florian Schmetzer und Tamara Gößler gemeinsam mit ihrem Team bewirtschaftet. Besonderes Augenmerk wird auf die Verpflegung der Gäste gelegt. In der Küche wird auf Fertigprodukte verzichtet, auch hausgemachte Produkte wie die angebotenen Verdünnsäfte tragen zum hochwertigen Verpflegungsangebot bei. Die Hüttentechnik ist umweltfreundlich ausgebaut. Die Stromversorgung erfolgt über eine Photovoltaikanlage sowie ein eigenes Kleinwasserkraftwerk.

Das Wasserkraftwerk dient als Ergänzung während längerer Schlechtwetterperioden, wenn die Photovoltaikanlage nicht ausreichend Energie liefern kann. Das Trinkwasser stammt aus dem oberhalb gelegenen gletschergespeisten See und wird aufbereitet. Das Abwasser wird in einer biologischen Kläranlage gereinigt. Für die Gäste steht zudem eine Dusche gegen Entgelt zur Verfügung.

 

 

Text: Redaktion, Foto: Seeber

19. Oktober 2026 um