Umfassende Aufbereitungsmaßnahmen für FF-Ausrüstung nach Großbrand
Die hohe Intensität sowie die lange Einsatzzeit beim Großbrand in Nußdorf-Debant in der Zeit von 28. Juni 2025 bis 1. Juli 2025 führte zu einer enormen Belastung des Materials der im Einsatz stehenden Feuerwehren.
In Folge dessen waren Schäden im Bereich von Feuerwehrschläuchen, Armaturen, Pumpen, Einsatzbekleidung und bei Feuerwehrfahrzeugen zu verzeichnen. Es wurden noch während der laufenden Brandbekämpfung umgehende Kompensationsmaßnahmen durch den Bezirksfeuerwehrverband Lienz organisiert, um die Einsatzbereitschaft der Osttiroler Feuerwehren jederzeit sicher stellen zu können.
Auch nach dem Einsatz sind noch zahlreiche ehrenamtlich tätige Kameraden des Bezirksfeuerwehrbandes Lienz und der Feuerwehren des Bezirkes unermüdlich im Einsatz, um die Ausrüstungsbestände der Einsatzreserven von den Feuerwehren so rasch als möglich wiederherzustellen und aufzufüllen. Unterstützt wurden sie dabei im Bereich der Aufbereitung und Prüfung der Feuerwehrschläuche von den Feuerwehren Lienz, St. Johann in Tirol sowie den Kärntner Feuerwehren Möllbrücke, Lendorf und St. Peter-Spittal. Die Betriebsfeuerwehr Liebherr führte diesbezüglich in den vergangenen Tagen zahlreiche Transportfahrten durch.
Die Sektion Zivilschutz des Landesrettungsvereins Weißes Kreuz aus Südtirol übernahm die Reinigung der stark kontaminierten Einsatzbekleidung. In der Zeit vom 5. bis 9. Juli 2025 wurden rund um die Uhr in etwa 350 Einsatzgarnituren gewaschen und stehen den Einsatzkräften in Osttirol nun wieder zur Verfügung. Um lange Transportwege und Ausfallzeiten zu vermeiden, wurde hierfür über das Baubezirksamt Lienz das Gelände der Straßenmeisterei Leisach zur Verfügung gestellt.
Aufgrund der guten Kontakte zu den benachbarten Bezirken konnte diese Unterstützung rasch und unbürokratisch organisiert werden. Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren übernehmen diese Arbeiten durchwegs ehrenamtlich zusätzlich zu deren beruflichen Tätigkeit. Ohne die gemeinnützige Freistellung vieler Feuerwehrmitglieder durch deren arbeitgebende Unternehmen wäre jedoch ein erheblich längerer Zeitraum für die Wiederherstellungsarbeiten erforderlich geworden.

Die konkreten Wiederbeschaffungs- und Aufbereitungskosten für die Feuerwehren sind derzeit noch schwer abzuschätzen. Es sind hunderte Feuerwehrschläuche betroffen. Zudem wurden auch dutzende Armaturen, Feuerwehrpumpen, die Einsatzbekleidung von zahlreichen Feuerwehrmitgliedern und auch Feuerwehrfahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen.
Aktuell werden noch letzte Ausrüstungsteile, wie Schläuche, Pumpen und dergleichen aufbereitet und überprüft. Diese Arbeiten werden sicherlich noch ein bis zwei Wochen in Anspruch nehmen. Erst danach können stichhaltige Aussagen zu den konkreten Schäden im Bereich der Feuerwehrausstattung getroffen werden.

Auch wenn der immense verwaltungstechnische und organisatorische Aufwand seine Zeit braucht, durch den unermüdlichen Einsatz zahlreicher Feuerwehrmitglieder des Bezirkes und darüber hinaus konnte die Einsatzbereitschaft der Osttiroler Feuerwehren zu jeder Zeit gewährleistete werden!
Text: Redaktion, Fotos: Bezirksfeuerwehrverband Lienz