Jagdstatistik: Abschusserfüllung bleibt in Tirol und im Bezirk Lienz hoch

Da der Waldbestand durch Sturmschäden und den Borkenkäfer-Befall insbesondere auch in Osttirol in den letzten Jahren stark dezimiert wurde, verlagern sich die Einstände. Das ist für die Bejagung eine große Herausforderung.

Die vorläufige Jagdstatistik für das Jagdjahr 2024/2025 liegt vor. „Auch im Jagdjahr 2024/2025 hat die Tiroler Jägerschaft den gemeinsam auf Basis von objektiven Kriterien festgelegten Abschussplan weitgehend erfüllt“, würdigt LH-Stv. Josef Geisler die Leistungen der Jägerschaft. „Der Klimawandel und die massiven Sturmschäden fordern uns weiterhin heraus. Der Forstschutz und die Aufforstung von Schadholzflächen müssen weiterhin im Fokus stehen, besonders im Hinblick auf die Herausforderungen durch den Wildverbiss. Allein im vergangenen und heurigen Jahr pflanzen wir rund 6 Millionen neue Bäume.“

Abschusserfüllung und Rotwildzählungen: Aktueller Stand und Ausblick

12.116 Stück Rotwild wurden in Tirol im aktuellen Jagdjahr, das noch bis Ende März läuft, bisher als Abgang verzeichnet. Aktuell liegt die Abschusserfüllung im Jagdjahr 2024/25 bei rund 89 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr, mit 12.315 Stück Gesamtabgang und 91 Prozent Erfüllung, konnte ein ähnliches Niveau erreicht werden.

Der Osttiroler Bezirksjägermeister berichtet, dass im Bezirk Lienz bisher beim Rotwild 809 Stück (81 %), beim Gamswild 1.649 Stück (87 %) und beim Rehwild 3.051 Stück (93 %) als Abgang verzeichnet wurden. „Ich möchte darauf hinweisen, dass die Grundbestände auf Schätzungen basieren. Beim Gamswild verfügen wir über aussagekräftige Zahlen, weil alle drei Jahre gezählt wird. Rund 1.300 Personen – Jäger und Helfer – sind daran beteiligt“, informiert Winkler. Er betont auch, dass die Jägerschaft durch Unwetterereignisse seit Jahren vor großen Herausforderungen steht. „Durch Sturm, Windwurf, Schneedruck und zuletzt durch den Borkenkäfer-Befall hat sich der Waldbestand bei uns stark dezimiert. Aus diesem Grund verlagern sich die Einstände für das Rotwild“, erklärt der Bezirksjägermeister dazu.

 

Text: Redaktion, Foto: Fotolia

03. Februar 2025 um