berg.750: Berg im Drautal feiert Jubiläum
„Wir alle sind Berg und feiern gemeinsam“ lautet das Motto des Projektteams, das zum 750-Jahr-Jubiläum eine Festreihe organisiert und ein zweiteiliges Info-Journal herausgibt.
Feierlich begrüßt wurde das Jubiläumsjahr „750 Jahre Berg“ in der Oberkärntner Gemeinde bereits in der Silvesternacht 2016 mit einem abwechslungsreichen Programm inklusive Präsentation des „Jubiläumsmaskottchens“, Live-Sketch „Dinner for One“ und einer coolen Party. „Wir sehen das Jubiläumsjahr 2017 als eine gute Gelegenheit, das Miteinander im Dorf zu fördern. Deshalb haben wir
im Frühjahr 2016 auch alle Vereine zu einer ersten Besprechung eingeladen. Viele waren bereit, mitzumachen. Nach Absprache mit dem Bürgermeister und dem Kulturausschuss starteten wir mit einem 13-köpfigen Projektteam in die Planungsphase“, berichtet Josef Sattlegger, Ideengeber und treibende Kraft hinter dem Projekt.
Das Projektteam v.l.n.r.: Tanja Weiß-Thalmann, Markus Zmölnig, Jutta Jester, Christine Fritzer, Markus Mandler, Josef Sattlegger, Markus Kalser, Elke Glanzer, Martin Tiefnig, Alois Wolfgang Rauter (Moderator Arbeitsteam), Werner Pirker, Markus Kolbitsch
Das Originaldokument, in dem Berg im Drautal erstmals genannt wird, ist das „Greifenburger Urbar“, ein 10 cm breiter und 160 cm langer Pergamentstreifen, auf dem in lateinischer Sprache alle Anwesen
verzeichnet sind, die damals der Herrschaft Greifenburg unterstanden. Das Urbar stammt aus dem Jahr 1267. Es enthält eine Fülle an Informationen über den Ort, seine Bewohner und deren Lebensalltag vor 750 Jahren. Viele interessante Details und Bilder aus der Geschichte des Ortes finden sich auch in
der ersten Ausgabe des Berg-Journals, das an alle Haushalte von Oberdrauburg bis Sachsenburg und Weißensee versandt wurde, wie Christine Fritzer vom Redaktionsteam informiert. Ihr ist es, ebenso wie ihren KollegInnen wichtig, dass das Jubiläum nicht auf ein Fest reduziert, sondern mit einer bunten Veranstaltungsreihe das ganze Jahr über gefeiert wird. Als nächste Veranstaltung steht am 24. und 25. Februar 2017 die „Berger Faschingsrevue“ im Kultursaal an. Ein weiterer Programmpunkt geht dann am Ostersonntag 2017 über die Bühne. An diesem Festtag wollen der MGV Harmonie Berg, der örtliche Kirchenchor und ein Bläserensemble die „Hymne an Berg“ zur Uraufführung bringen. Der Text stammt von der Heimatdichterin Maria Wuggonig, die Musik hat Hans-Peter Pöllinger geschrieben.
Am 29. Juni wird der Bildhauer Werner Pirker – er ist auch Mitglied im Projektteam – mit einem Kunstprojekt aufhorchen lassen. Mit 75 Kindern der Volksschule hat er einen überdimensionalen Rechenschieber angefertigt, der im Rahmen des Schulfestes feierlich enthüllt wird. „Der Rechenschieber soll im Schulgarten aufgestellt werden und wird dort hoffentlich die nächsten 750 Jahre zu sehen sein“, schmunzelt der bekannte Bildhauer.
Carmen Ebenberger (sie organisiert die Faschingsrevue) und Ideengeber Josef Sattlegger mit dem berg.750-Maskottchen
Das „berg.750-Gütesiegel” tragen auch andere Veranstaltungen im Jubiläumsjahr – eine Vernissage im Atelier des Berger Bildhauers Hans-Peter Profunser, die „Lange Nacht der Kirchen“, das Bergtheater, die Outdoortage, das Flößerfest, der Berger Kirchtag, das Oktoberfest zum Jubiläum „250 Jahre Trachtenkapelle Berg“, der Partl-Umzug und das Stefanikonzert der Trachtenkapelle am zweiten Weihnachtsfeiertag 2017.

„Das Logo ,berg.750′ spürt den Gemeindegrenzen nach“, so der Moderator des Gesamtprojektes, Alois W. Rauter. „Die einzelnen Flächen symbolisieren die neun Ortschaften“. Auch das Berg-Maskottchen wurde dem Logo nachempfunden. Über eine weitere besondere Aktion zum Jubiläum, das sogenannte „Heimattreffen“, berichtet Projektteam-Mitglied Tanja Weiß-Thalmann. „Wir sind von Haus zu Haus gegangen und haben ermittelt, welche Bergerinnen und Berger auswärts leben. Alle diese ,Ex-Berger-
Innen‘ werden zum Heimattreffen eingeladen, das während des ,Berger Oktoberfestes‘ stattfindet. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele im Jubiläumsjahr ihre ehemalige Heimat besuchen“, erklärt sie.
Schon mit dem Besuch der Auftaktveranstaltung „Berg-Silvester“ zum Jahreswechsel waren die Mitglieder des Projektteams sehr zufrieden.
Das Miteinander im Dorf zu fördern und die Bevölkerung für das Dorfleben zu begeistern, sind nur zwei der erklärten Ziele des Projektes „berg.750“. „Wir wollen unser Jubiläum nicht nur an einem Tag oder Wochenende feiern. Sinn unserer Initiative ist es, Neues zu entwickeln und entstehen zu lassen. Wir wollen ein breites Spektrum an Veranstaltungen – eingebunden in das Jahres-Kulturprogramm
– anbieten“, betont Martin Tiefnig. Dass dies gelingen kann und sich viele Menschen, entsprechend dem Motto „Wir alle sind Berg“, angesprochen fühlen, bestätigt Elke Glanzer: „Wir waren schon mit dem Besuch bei unserem Event ,Berg-Silvester‘ sehr zufrieden. Es freut uns auch, dass sich immer mehr Bergerinnen und Berger melden, die bei unserem Projekt und bei den Veranstaltungen mitarbeiten möchten.“
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Projektteam „berg.750″