Kaufhaus-Projekt Lienz: Grundstück wird versteigert
Never Ending-Story rund um das „Kaufhaus Lienz“: Infolge des Konkurses der früheren Südtiroler Betreiberfirma wird nun das Areal am Landesgericht Bozen versteigert.
Vor acht Jahren wollte das Unternehmen Hobag AG aus Südtirol an der Lienzer Dolomitenkreuzung ein Kaufhaus errichten, damals noch unter dem Arbeitstitel „M99“. Widerstand aus der Bevölkerung, politische Differenzen im Lienzer Stadtparlament inklusive einer nachfolgenden Volksbefragung führten zu Planänderungen und der Umbenennung auf „Kaufhaus Lienz“. Eine Facette im Hin und Her rund um das Vorhaben stellte 2010 der Einstieg des Investors Rene Benko dar, vier Jahre später wurde der Konkurs über die Hobag AG eröffnet. Nun soll, wie Rechtsanwalt Burkard Zozin aus Bozen, der als Masseverwalter fungiert, bestätigt, das Areal gerichtlich verkauft werden. Der Termin dafür wurde auf den 24. März 2016 festgelegt. Kaufofferte müssen vorher eingereicht werden. Sollte es, was abzusehen ist, mehrere Angebote geben, wird es zu einer Versteigerung kommen. Man darf auf das Ergebnis gespannt sein, auch in Hinsicht auf den Aspekt, dass die Hobag AG einst für die Grundstücke des geplanten Kaufhausneubaues sehr hohe Preise bezahlt hat.
Text: E. Hilgartner, Grafik: ICM Baumanagement

