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Federica Brignone gewinnt Riesenslalom von Lienz

In einem Hundertstelkrimi setzt sich die Italienerin beim RTL von Lienz vor der Deutschen Viktoria Rebensburg und Slalom-Siegerin Mikaela Shiffrin (USA) durch.

riesenslalom2017lienz Das Podium Brignone siegt vor Rebensburg und Shiffrin expapictures

Federica Brignone (ITA) siegte vor Viktoria Rebensburg (GER) und Mikaela Shiffrin (USA).

 

Außergewöhnlich spannend verlief der Riesentorlauf am Freitag, 29. Dezember 2017, vor rund 8.000 Skifans am Hochstein in Lienz. Die besten zwölf Damen waren nach dem 1. Lauf nur durch 91 Hundertstelsekunden getrennt. Es führte die Deutsche Viktoria Rebensburg vor der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin und der Slowenin Tina Robnik. Die Tirolerin Stephanie Brunner lag nach dem 1. Durchgang als beste Österreicherin auf Rang 8. Sie konnte sich im zweiten Lauf mit einer tollen Fahrt auf den fünften Platz vorkämpfen. Die Italienerin Federica Brignone lag am Ende vier Hundertstelsekunden vor Viktoria Rebensburg und acht Hundertstel vor Mikaela Shiffrin, die am Tag zuvor überlegen den Slalom in Lienz gewann.

riesenslalom2017lienz Panoramablick expapictures

Der Weltcuphang am Lienzer Hochstein präsentierte sich am Freitag bei prächtigem Winterwetter in ausgezeichnetem Zustand.

 

Nach dem Slalom kam es Donnerstagabend am Lienzer Hauptplatz zur großen Weltcup-Party. Nach der Siegerehrung für den Slalom folgte die spektakuläre Startnummernauslosung für den Riesentorlauf, wo Osttiroler Schafe als Glücksbringer fungierten. Rund 4.500 Besucher kamen in die Innenstadt, wo im Anschluss an Siegerehrung und Startnummernauslosung die Sessionband Anras Brass und Sara Koell mit Band aufgeigten.

siegerparty Mikaela Shiffrin mit ihrem Schaf expapictures

Mikaela Shiffrin bei der Startnummernauslosung Donnerstagabend am Lienzer Hauptplatz.

 

Von einem „großen Skifest“ sprach OK-Chef Werner Frömel. Die tausenden Besucher sorgten an beiden Tagen für ein großes Spektakel in der Osttiroler Bezirkshauptstadt. „Die beiden Tage haben unsere Erwartungen absolut übertroffen: in Hinblick auf die Zuschauerzahlen, das Wetter und den Zustand der Piste. Die touristische Botschaft nach außen mit traumhaften Winter-Bildern konnte nicht besser sein“, so Frömel.

riesenslalom2017lienz Stephanie Brunner expapicture

Die Zillertalerin Stephanie Brunner wurde als beste Österreicherin Fünfte.

 

Der Vertrag mit dem Österreichischen Skiverband läuft noch bis 2020. „Aber es gibt bereits positive Signale hinsichtlich Verlängerung. Seit 20 Jahren sind wir im Damen-Weltcupkalender, und wenn man den Alpencup sowie den Herren-Slalom und die FIS Snowboard Weltmeisterschaft miteinbezieht, arbeiten wir ab 2019 bereits 25 Jahre permanent zusammen. Dann hätten der ÖSV und Lienz quasi die Silberne Hochzeit“, so der OK-Chef. Frömel: „Ich bin zuversichtlich, dass in den entscheidenden Gremien der Stadt Lienz und im Tourismusverband positive Beschlüsse gefasst werden, damit wir weiterhin Partner des ÖSV als Weltcup-Ort bleiben. Spätestens 2020 könnten wir einen weiteren Fünfjahresvertrag bis 2025 fixieren.“

 

  • riesenslalom2017lienz-Blick vom Zielstadion auf die Piste expapictures
  • riesenslalom2017lienz-Federica Brignone im 2. Durchgang expapictures
  • riesenslalom2017lienz-Mikaela Shiffrin im 1. RTL-Durchgang expapictures
  • siegerparty-Blick auf den Lienzer Hauptplatz expapictures
  • siegerparty-Siegerehrung am prall gefüllten Lienzer Hauptplatz expapictures
  • siegerparty-Stephanie Brunner wählt ihre Startnummer expapictures

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Expa Pictures