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Alban Lakata gewinnt Südtirol Dolomiti Superbike

Der „Südtirol Dolomiti Superbike“ hat einen neuen Sieger: Der Lienzer Alban Lakata sicherte sich in einem hochspannenden Rennen erstmals den Sieg über die Langdistanz.

lakata

 

Im Vorfeld des prestigeträchtigen 119,9-Kilometer-Rennens (Höhenunterschied 3 822 m) war es aufgrund der enormen Dichte an Topfahrern sehr schwierig gewesen, klare Favoriten auszumachen. In diesem Jahr waren nämlich neun der ersten zehn Athleten in der offiziellen UCI-Weltrangliste am Start. Dementsprechend eng ging es über weite Strecken des Rennens her. Ein Spitzenfeld mit u.a. Urs Huber, Alban Lakata, Alexandre Moos, Ilian Periklis und Juri Ragnoli blieb lange Zeit zusammen.

Wer jedoch an ein Duell des Vorjahressiegers Huber gegen den Vorjahreszweiten Lakata glaubte, wurde eines Besseren belehrt. Unmittelbar nach Toblach, im letzten Renndrittel, auf Höhe des Silvesterplatzes, verlor Huber entscheidend an Boden. Die Attacken von Moos und Lakata spalteten das Feld auf. Dem Tritt der beiden konnte nur mehr Periklis folgen. Die Entscheidung fiel in der letzten Abfahrt, als Lakata seine Verfolger abschüttelte und mit 4:40.56,4 schließlich als Erster die Ziellinie überquerte. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten betrug rund 15 Sekunden, knapp dahinter folgte der Grieche Periklis. Für Lakata - von seinen Fans „Albanator“ genannt - war es der Premierensieg beim „Südtirol Dolomiti Superbike“. Der Osttiroler zeigte sich in bester Verfassung und bewies einmal mehr, warum er zu den besten Marathonspezialisten der Welt zählt. Nach seinem Sieg zeigte sich Alban Lakata überglücklich: „Dies war eines der ersten Rennen, das ich als Profi gefahren bin und hat mich dank seiner Atmosphäre, der perfekten Organisation und der Strecke so richtig mit dem MTB-Virus infiziert. Hier nun zu gewinnen, nachdem ich schon oft knapp dran war, ist der Wahnsinn!“

Bei den Damen fuhr Sally Bigham ein taktisch kluges Rennen: Die Britin, Siegerin beim KitzAlpBike vor einer Woche, erhöhte das Tempo mit Fortdauer des Bewerbs sukzessive, ließ Gegnerin um Gegnerin hinter sich und bewältigte das Schlussviertel der Langstrecke schließlich im Alleingang. Bis zum Schluss baute sie ihren Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen deutlich aus, die Uhr blieb bei 5:39:38,4 stehen. Rund viereinhalb Minuten später kam die Zweitplatzierte Borghild Loevset aus Norwegen ins Ziel, knapp zwei Minuten vor Nina Gässler aus Deutschland.

Text: Redaktion, Foto: SDS