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„Marjam“ – Unterstützung für geflüchtete Frauen

Als ehrenamtliche Patinnen begleiten Osttirolerinnen für ein halbes Jahr Frauen mit Fluchtgeschichte und unterstützen sie bei der Orientierung in Osttirol.

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Tuba Nasrollahi (links) und Patin Gina Streit fanden gleich bei ihrem ersten Treffen genügend Gesprächsthemen.

 

Das Projekt „Marjam – Patinnen für geflüchtete Frauen“ wurde vom Land Tirol initiiert. Das Patenschaftsprojekt und die Interkulturellen Frauencafés zielen auf Eigeninitiative und Selbsthilfe für Frauen mit Flucht- und Migrationsgeschichte ab und sollen dazu beitragen, gegenseitige Berührungsängste abzubauen. Einheimische Frauen begleiten für rund sechs Monate Frauen mit Fluchtgeschichte. Die Patinnen werden von der Tiroler Freiwilligenpartnerschaft gesucht und an Frauen mit Fluchtgeschichte vermittelt.

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Hanin Alasleh, Integrationsbeauftragte des ÖIF, übersetzt das Referat von Itta Tenschert vom FrauenBerufszentrum ins Arabische.

 

Die Resonanz zum Projekt „Marjam“ in Lienz bezeichnet Monika Reindl-Sint, Projektverantwortliche im Freiwilligenzentrum/Regionsmanagement als „gut und beflügelnd“. „Gleich unsere erste Patin, die wir gefunden haben, pflegt eine sehr aktive Patenschaft. Mittlerweile engagieren sich schon 15 weitere Patinnen. Auch „Doppelpatenschaften“ gibt es schon. Dabei betreuen zwei Osttirolerinnen eine Frau mit Fluchtgeschichte. Eine Patin betreut die Frau, die zweite kümmert sich um Angelegenheiten rund um die Bedürfnisse der Kinder.

Auch drei Interkulturelle Frauencafés fanden bisher im Bildungshaus Osttirol statt. Beim vierten Treffen führte Stadtführerin Evelin Gander 40 Teilnehmerinnen zu den schönsten Plätzen von Lienz und erzählte viel Wissenswertes. Geplant sei darüber hinaus die Teilnahme an einer Wanderung zur Friedensglocke am Hochstein im Zuge des Weltfriedenstages. „Dieses Jahr laden wir noch zu drei Frauencafés im Bildungshaus ein. So genannte Alltagsreferentinnen werden dabei über frauenspezifische Themen sprechen, die von Hanin Alasleh, Integrationsbeauftragte des ÖIF, ins Arabische und Tuba Nasrollahi, Asylwerberin und Mentee, in die persische Sprache übersetzt werden“, berichtet Monika Reindl-Sint.

Interessierte können sich beim Freiwilligenzentrum/Regionsmanagement Osttirol unter Tel.-Nr. 0680/2381459 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! melden

Text: Redaktion, Fotos: FWZ Osttirol/RMO