WorldSkills 2026: Angelina Rainer aus Dölsach geht in Shanghai auf Medaillenjagd

Neben der Friseurin Angelina Rainer aus Dölsach entsendet Tirol auch den Verfahrenstechniker Vincent Track aus Breitenbach am Inn zu den Berufsweltmeisterschaften, die von 22. bis 27. September 2026 in Shanghai über die Bühne gehen.

48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsendet Österreich zu den 48. WorldSkills nach China – von A wie Anlagenelektriker bis Z wie Zimmerer kämpfen ausgebildete Fachkräfte (unter 22 Jahren) auf der beruflichen Weltbühne um Edelmetall.

Aus Tirol sind mit Friseurin Angelina Rainer aus Dölsach und Verfahrenstechniker Vincent Track aus Breitenbach am Inn zwei Vertreter am Start. Sie treffen in der Millionen-Metropole Shanghai auf rund 1.400 Fachkräfte aus aller Welt, die sich an vier Wettkampftagen in insgesamt 64 Disziplinen messen. Es handelt sich um die größten WorldSkills aller Zeiten.

Austragungsort ist das National Exhibition and Convention Center (NECC), einer der größten Messekomplexe der Welt: 1,47 Millionen Quadratmeter Fläche, verteilt auf 13 Hallen und weitläufige Outdoor-Areale.

„Wir brauchen junge Vorbilder, die vorleben, was mit Können, Disziplin und einer fundierten Ausbildung erreichbar ist. Sie geben Orientierung – gerade für jene, die vor der Berufswahl stehen. Die WorldSkills bringen diese Spitzenleistungen auf die internationale Bühne und machen deutlich, welches Niveau durch eine starke Ausbildung erreicht werden kann. Für den Wirtschaftsstandort ist das entscheidend – weil sichtbar wird, was Leistung möglich macht und warum es sich lohnt“, sagt Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.

David Narr, Fachkräfte-Koordinator in der WK Tirol und Vorstandsmitglied von SkillsAustria, betont: „Die Teilnahme an WorldSkills macht die Leistungsfähigkeit der dualen Ausbildung in Tirol sichtbar. Sie zeigt, dass Lehre und Ausbildung stark an der Praxis ausgerichtet sind und junge Fachkräfte gezielt auf internationale Anforderungen vorbereitet werden. Für Tirol ist das ein klares Signal, dass die enge Verzahnung von Betrieben und Bildungseinrichtungen trägt und die Grundlage für konkurrenzfähige Fachkräfte schafft.“

„Das Niveau bei WorldSkills ist nochmals eine andere Liga. Es geht um Details, um Perfektion unter Zeitdruck – und um die Fähigkeit, im entscheidenden Moment abzuliefern“, weiß Jürgen Kraft, Geschäftsführer von SkillsAustria.

„Geht nicht gibt’s nicht – man muss dranbleiben und versuchen, das Beste herauszuholen“, erklärt WM-Starterin Angelina Rainer aus Dölsach. Sie arbeitet im Friseursalon Manuela in Lienz und ist voller Vorfreude auf Shanghai: „Für mich ist es eine riesengroße Ehre, bei den WorldSkills für Österreich an den Start zu gehen. Ich habe mich extrem gefreut, als ich von meiner Nominierung erfahren habe – und bin jetzt einfach gespannt, wie weit es für mich gehen kann.“ Gleichzeitig sieht sie den Wettbewerb als Chance, sich weiterzuentwickeln: „Ich möchte neue Dinge lernen, mich fachlich verbessern und möglichst viel für meinen weiteren Weg mitnehmen.“ Für Österreich wäre eine Medaille eine Überraschung – seit fast 30 Jahren wartet Rot-Weiß-Rot auf WM-Gold bei den Friseuren.

Mit einer gänzlich anderen Ausgangssituation bekommt es der zweite WM-Starter aus Tirol zu tun: Der 21-jährige Vincent Track aus Breitenbach am Inn tritt in der Verfahrens- und Prozesstechnik an – einer Disziplin, die heuer erstmals bei WorldSkills ausgetragen wird. Track arbeitet bei der Novartis Pharmaceutical Manufacturing GmbH in Langkampfen und beschäftigt sich dort mit Prozessen rund um die Entwicklung und Herstellung von Medikamenten. Sein Anspruch: „Ich will mich fachlich auf höchstem Niveau weiterentwickeln und im internationalen Vergleich zeigen, was durch Ausbildung, Disziplin und kontinuierliche Weiterentwicklung möglich ist.“ Gleichzeitig geht es ihm um die Erfahrung selbst: „Ich möchte internationale Perspektiven kennenlernen, neue Eindrücke sammeln und persönlich wie fachlich daran wachsen.“

 

Text: Redaktion, Foto: SkillsAustria

05. Mai 2026 um