Wirtschaft – Die Woche kompakt!

In den letzten Tagen sickerte medial ein Vorschlag der sogenannten Troika (Vertreter von EU, EZB und IWF), die in Griechenland Budget- und Finanzkontrolle ausüben, durch.

Am letzten Donnerstag empfahl die Troika bei einer Vorbereitungssitzung für das nächste Finanzministertreffen der Eurozone in der zweiten Novemberwoche erstmals, dass öffentliche Gläubiger (einzelne EU-Länder) auf einen Großteil ihrer Forderungen verzichten sollten, anders sei das griechische Budget nicht zu retten. Dies bedeutet, dass auch erstmals der Steuerzahler direkt zur Kasse genötigt wird. Ob dies politisch, in Anbetracht der verstärkt aufkeimenden Bevölkerungs-Proteste – man denke an die aktuellen Slogans der protestierenden Bevölkerung Spaniens gegen die Sparmaßnahmen („Wir schulden euch nichts, also lassen wir uns auch nichts wegnehmen!“) – durchgeht? Wohl eher nicht! Und der immer wackere EZB-Präsident Mario Draghi unterstützte die Forderung des deutschen Finanzministers Schäuble hinsichtlich der Berufung eines zentralen Währungskommissars, gemeint ist der Eingriff Brüssels in nationale Staatsbudgets über die Installierung eines Währungskommissars. Draghi meinte sinngemäß „..wenn wir das Vertrauen in die Eurozone zurückgewinnen wollen, müssen die EU-Staaten ihre Souveränität an die europäische Ebene abgeben.“ Wird politisch wohl auch nicht durchgehen!

28. Oktober 2012 um