Wirtschaftskammer: Werksverkehrs-Studie soll Standort Osttirol attraktiver machen

Der Personenverkehr zu den Betrieben wird analysiert und ein Konzept eines „Werksverkehrs” zwischen Lienz und dem Isel- und Pustertal sowie Oberkärnten erarbeitet.

Täglich pendeln laut Mitteilung der Wirtschaftskammer Osttirol etwa 2.000 Personen von Oberkärnten und rund 1.000 aus dem Iseltal nach Lienz bzw. in das Pustertal. Die Innos GmbH als PP-Partnership zwischen dem Land Tirol, der Wirtschaftskammer und 16 Betrieben in Osttirol hat in enger Kooperation mit der Wirtschaftskammer nun die Aufgabe übernommen, den Personenverkehr in Osttirol zu analysieren und ein Konzept eines „Werksverkehrs” zu erarbeiten.

Mit der Erstellung der Studie wurde die Verkehrsplus GmbH beauftragt.

Folgende Ziele und Lösungen sollen erarbeitet werden:

  • Steigerung des Arbeitskräftepotentials durch mehr Mobilität
  • Lösung des Mobilitätsproblems von Mitarbeitern
  • Reduktion des individuellen Pendlerverkehrs
  • Erhöhung der Sicherheit auf dem Weg von und zur Arbeit und Reduktion der
    Wegekosten für Mitarbeiter
  • Reduktion der Versiegelung des Siedlungsraumes durch weniger Parkplätze

 

Die konkrete Umsetzung von Mobilitätsprojekten soll es den Osttiroler Betrieben erlauben, mehr Arbeitskräfte anzuziehen und die Region als innovativen Standort mit einer zukunftsweisenden Mobilitätspolitik zu profilieren. Als wichtigste Grundlage für die Studie „Werksverkehr Osttirol” findet ab 10. Jänner 2019 in zehn Betrieben eine Mitarbeiterbefragung zur Analyse des Mobilitätsverhaltens statt. Im Mittelpunkt der Befragung steht der Weg der Mitarbeiter zur Arbeitsstelle. In einem zweiten Schritt werden ab Februar 2019 auch die Geschäftsführer der beteiligten Betriebe befragt, um deren Anforderungen an Mobilität und Verkehrsströme zu erfahren.

Der Fragebogen ist in fünf Themenbereiche gegliedert:

  • Lebens- und Arbeitssituation
  • Mobilitätswerkzeuge
  • Mobilitätsverhalten
  • Motive für die Veränderung des Mobilitätsverhaltens
  • Infrastruktur (Parkplätze, Haltestellen usw.)

 

Die Auswertung der Fragebögen erfolgt anonym, die Gestaltung entspricht den Vorschriften der Datenschutzverordnung. Von der Befragung sollen sich laut Wirtschaftskammer z.B. Potentiale für alternative Verkehrsmittel und Motivationsfaktoren zum Wechsel des Verkehrsmittels ableiten lassen. Man will Ansatzpunkte für die Region und für Betriebe erhalten, um aktiv das Mobilitätsverhalten der Mitarbeiter zu verändern – z.B. durch Anreize und Maßnahmen. Die Auswertung der Befragungen soll bis Ende April 2019 abgeschlossen sein. Die öffentliche Präsentation der Studie ist für Ende Juni 2019 geplant.

 

Text: Redaktion, Symbolfoto: Clipart

24. Januar 2019 um