Wirtschaftskammer Osttirol legt erfreuliche Bilanz für das Wirtschaftsjahr 2018 vor
7,2% Arbeitslosenquote ist der tiefste Wert seit zumindest 30 Jahren. Mit über 2,1 Mio. Nächtigungen konnte man 2017/18 den höchsten Wert seit 1993/94 erreichen.
Besonders erfreulich war im Vorjahr die Beschäftigungsentwicklung. So gab es in Osttirol 2018 im Jahresdurchschnitt 19.629 unselbstständig Erwerbstätige – das sind 460 Beschäftigte mehr als 2017. 7,2% Arbeitslosenquote bedeuten den tiefsten Wert seit zumindest 30 Jahren. Dabei fällt auf, dass der Bezirk Lienz beim Anteil der Industrie-MitarbeiterInnen an der Gesamtzahl der Arbeitnehmer in Wirtschaftskammer-zugehörigen Betrieben nach Reutte den zweithöchsten Wert aller Tiroler Bezirke erreicht hat. „Dies macht den Wandel deutlich, den Osttirol durchlaufen hat. Der Beschäftigungsstand im Tourismus hat sich ebenfalls gut entwickelt, wobei sich weiterhin relativ große saisonale Schwankungen zeigen”, so WK-Obmann Michael Aichner.
Im Tourismusjahr 2017/18 konnten die Osttiroler Beherbergungsbetriebe mit 2.104.994 Nächtigungen den seit 1993/94 höchsten Wert erzielen. „Der schneereiche Winter sorgte für ein Plus von 8,7% im Winterhalbjahr. Die Steigerung im Sommer betrug zwar nur 2,2%, in absoluten Zahlen bedeuten die 1.194.766 Nächtigungen aber den Höchststand seit 1995”, freut sich Aichner.
Osttirol ist weiterhin der einzige Bezirk Tirols mit abnehmender Wohnbevölkerung. Per 31. Dezember 2018 waren in Osttirol 48.764 Personen wohnhaft. Seit dem Bevölkerungshöchststand des Jahres 2001 (50.404) hat der Bezirk Lienz somit 1.640 Einwohner verloren. „Die demographische Entwicklung, verbunden mit einem weiterhin negativen Geburten- und Wanderungssaldo bleibt ein wesentliches Thema für die Zukunft Osttirols. Für die Wirtschaft relevant ist dabei vor allem der Mangel an Fachkräften. Wir haben mehrere Initiativen in diesem Zusammenhang gestartet – etwa die Job-Messe Zruck hoam oder die Werkverkehrsstudie, die u.a. aufzeigen soll, wie durch die Erhöhung der Mobilität das Arbeitskräftepotenzial erhöht werden kann”, berichtet Aichner.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images