Wirtschaftsbund: „Regionalförderung ist enorm wichtig für Osttirols Wirtschaft!”
Regionale Förderprogramme fördern laut Bezirksobfrau Michaela Hysek-Unterweger die Zusammenarbeit mit Nachbarregionen und stabilisieren die Wirtschaft.
„Die Gewährleistung der Regionalförderung bis 2027 ist ein Meilenstein für Osttirol. Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter sowie die zuständigen Experten der Abteilung für Landesentwicklung Martin Traxl und Christian Stampfer haben die Anliegen des Bezirkes auf Bundes- und EU-Ebene massiv unterstützt“, so Michaela Hysek-Unterweger, Osttiroler Bezirksobfrau des Wirtschaftsbundes.
„Der Status als Nationales Regionalfördergebiet, den Osttirol seit dem EU-Beitritt Österreichs 1995 genießt, wäre jetzt ausgelaufen. Dass uns die EU den Status weitere sechs Jahre zugesteht, ist genau jenes positive Signal, das Osttirol nach wie vor dringend braucht. Zuletzt veröffentlichte Zahlen über die erfreuliche Entwicklung der Wirtschaft – die Arbeitslosenquote z.B. lag 2021 bei lediglich 6,8 % – dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir als peripheres Gebiet erschwerte Bedingungen vorfinden und uns eben oft mehr anstrengen müssen als andere.”
Osttirol profitiere laut Wirtschaftsbund von diesen Förderungen, wobei sowohl innovative Klein- und Familienunternehmern zum Zuge kommen als auch wichtige Leitbetriebe der Region. Diese breite Streuung entspreche der heimischen Wirtschaftsstruktur: „Osttirol ist breit aufgestellt und daher krisenfester und weniger abhängig von einzelnen Branchen. Die Ausweisung als Fördergebiet stärkt unsere Wettbewerbsfähigkeit, fördert regionale Wertschöpfung und wirkt nicht zuletzt für engagierte junge Leute wie Rückenwind, ihre Ideen doch hier vor Ort umzusetzen.”
Investieren in Bildung und Digitalisierung
Regionale Programme fördern die Zusammenarbeit mit Nachbarregionen in Kärnten, Salzburg und Südtirol und haben eine stabilisierende Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung. Abwanderungstendenzen werden hintangehalten und richtungsweisende Projekte angekurbelt. Um zukunftsfit zu bleiben, geht es in der Wirtschaft darum, regionale Schwächen – beispielsweise Abwanderung, Erreichbarkeit, Bruttoregionalprodukt – abzufedern, aber auch strategisch klug und nachhaltig auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel zu reagieren.
„So werden in einer immer komplexeren, schnelleren Welt auch Bildung und Digitalisierung zu entscheidenden Erfolgsfaktoren im ländlichen Raum. Hier geht Osttirol mit dem Campus Lienz und dem LWL-Ausbau in die richtige Richtung. Auch die Initiative ,Vordenken für Osttirol‘ stellt mit Veranstaltungen, Schwerpunkten und Pilotprojekten wie ,Leben am Land‘ und ,Nachhaltigkeit‘ wichtige Weichen für die Zukunft”, informiert die Wirtschaftsbund-Obfrau.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute

