Land Tirol sichert effizienten Winterdienst

Der Winterdienstplan des Baubezirksamtes Lienz ist eine wichtige Voraussetzung, um die Sicherheit auf den 285 Kilometern Landesstraßen  in Osttirol im Winter zu gewährleisten.

Im Bezirk Lienz sorgen die beiden Straßenmeistereien in Leisach und Matrei mit 51 Mitarbeitern, acht Großfahrzeugen und zehn Frächterfahrzeugen für einen effizienten Winterdienst. Die Räumung und Reinigung der Straßen bewerkstelligt das Winterdienst-Team des Baubezirksamtes (BBA) Lienz genauso wie die Salz- und Splittstreuung, die Reinigung von Verkehrszeichen und Leitpflöcken sowie den Auf- und Abbau von Schneestangen. „Bereits im Oktober haben wir den Winterdienstorganisationsplan erstellt, der genau festlegt, ab wann, wie und von wem die erforderlichen Arbeiten auf den einzelnen Straßenabschnitten durchgeführt werden“, erklärt dazu DI Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz.

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BBA-Leiter DI Harald Haider: „Unsere Mitarbeiter sind rund um die Uhr abrufbereit und bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit vor Ort.“

Zur effizienten Glatteisbekämpfung kommt in Osttirol hauptsächlich Salz zum Einsatz. Der Verbrauch beträgt je nach Witterungsbedingungen für die vom BBA betreuten Straßen zwischen 3 000 und 4 000 Tonnen pro Saison. Die Salzlager in Leisach, Huben und Tassenbach fassen ungefähr die Hälfte dieses Verbrauchs. „Nasssalz – also ein Gemisch aus Salz und Sole – hat sich bewährt, weil es auch bei sparsamem Einsatz eine hohe Wirkung und geringe Streumittelverluste durch Verwehung sicherstellt“, so Haider.

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v.l.n.r. Harald Riedl (zuständig für Lawinenkommissionen in der Abt. Zivil- und Katastrophenschutz), LH-Stv. ÖR Josef Geisler und Dr. Herbert Walter, Vorstand der Abteilung Zivil- und Katastrophenschutz präsentierten vor kurzem eine Richtlinie zur Sicherung von Straßen durch künstliche Lawinenauslösung.

Um lange Straßensperren wegen Lawinengefahr oder abgegangene Lawinen zu reduzieren, hat das Land Tirol vor kurzem eine Richtlinie zur Sicherung von Straßen durch künstliche Lawinenauslösung präsentiert. „Sobald eine Lawine auf einen wichtigen Verkehrsweg abzugehen droht, kann durch eine vorsorgliche Absperrung und künstliche Auslösung einer Lawine die Gefahr rechtzeitig beseitigt werden“, erklärt dazu der Tiroler Sicherheitsreferent LH-Stv. Josef Geisler. Diese österreichweit einzigartige Vorgangsweise soll die Wintersicherheit auf Tirols Verkehrswegen wesentlich erhöhen. „Durch die künstliche Auslösung von Lawinen können spontane Straßensperren durch Lawinenabgänge verringert werden“, so Geisler.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, Journal, Land Tirol/Unger

 

05. Dezember 2013 um