„Vordenken für Osttirol“ startet Entwicklungsprozess
Die Veranstaltung „Vordenken für Osttirol“ am 11. März ist der Auftakt zu einem Prozess, der in den kommenden Jahren Osttirols Entwicklung begleiten und mitprägen soll.
Eine neue Qualität in den Diskussionen über die zukünftige Entwicklung des Bezirkes Lienz soll durch das Projekt „Vordenken für Osttirol“ erreicht werden. Die Bezirksstelle der Wirtschaftskammer und die Standortagentur Tirol zeichnen für die Umsetzung verantwortlich, Partner sind die Firma Durst Phototechnik, das Stadtmarketing Lienz, der Wirtschaftspark und die Volksbank Osttirol. Durst-Generaldirektor Dr. Richard Piock hat auf eigene Kosten eine Studie bei Joanneum Research Graz in Auftrag gegeben, die die Voraussetzungen und die Potenziale Osttirols mit ähnlichen Regionen in ganz Europa vergleicht. Studienautor Dr. Franz Prettenthaler wird erste Erkenntnisse aus der Studie zu Beginn der Vordenker-Veranstaltung am Montag, 11. März 2013, vorstellen. „Wir fühlen uns als Unternehmen dafür verantwortlich, dass die Region lebendig bleibt, und wir wollen durch unser Engagement den Standort Osttirol für Betriebsansiedelungen und für modern denkende, gebildete Arbeitnehmer, wie wir sie in unserem Betrieb beschäftigen, attraktiv halten bzw. machen“, begründete Piock seinen Einsatz für den Bezirk. Der Südtiroler Unternehmer hat in seinem Betrieb in Lienz-Peggetz zahlreiche hochwertige Facharbeiter-, Maturanten- und Akademiker-Arbeitsplätze geschaffen und sponsert in der Region auch massiv den Kulturbereich.
Durst-Generaldirektor Dr. Richard Piock: „Standorte sind in der heutigen Zeit flexibel und mobil geworden. Ich sehe es als meine Verpflichtung, Osttirol als Region so zu gestalten, dass sie auch für Unternehmer attraktiv wird.“
„Vordenken für Osttirol“ wird sich am 11. März den beiden Schwerpunktthemen Nachhaltigkeit und Bildung widmen. „Wirtschaft kann man nicht nur isoliert betrachten. Alle interessierten OsttirolerInnen sollen mithelfen, Stärken und Potenziale zu erkennen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln“, lud Michael Aichner, Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Lienz, alle Interessierten zum Mitdiskutieren ein. Für die Themenblöcke Nachhaltigkeit und Bildung konnten für die Veranstaltung namhafte Referenten gefunden werden. Dr. René Schmidpeter vom Salzburger Zentrum für humane Marktwirtschaft wird über Nachhaltigkeit in der Regionalentwicklung sprechen. Unternehmensberater und Bestsellerautor Dr. Andreas Salcher referiert über die Zukunft der Bildung. An den Diskussionen werden Landesrätin Dr. Beate Palfrader, Dr. Harald Gohm von der Standortagentur Tirol, Dr. Arnold Schoba vom Bundeskanzleramt, Prof. Dr. Thomas Doyé von der Hochschule Ingolstadt und Mag. (FH) Oskar Januschke vom Lienzer Stadtmarketing teilnehmen. „Neben dieser geballten Ladung an Wissen und Diskussion wollen wir auch Gelegenheit zum Netzwerken bieten“ betont Mag.(FH) Manuela Gritzer von der Lienzer Außenstelle der Standortagentur Tirol. Die Veranstaltung „Vordenken für Osttirol“ soll aber keine Einzelveranstaltung sein, sondern einen Entwicklungsprozess in Gang setzen. „Die Fakten und Diskussionsbeiträge werden in einem Tagungsband dokumentiert und bilden die Grundlage für konkrete Umsetzungsschritte, die von einem unabhängigen Forum entwickelt werden sollen“, blickt Mag. Reinhard Lobenwein, Leiter der WK-Bezirksstelle Lienz, in die Zukunft. In den kommenden Jahren sollen thematische Schwerpunkte – von Umwelt und Bildung bis zu Energie und Tourismus – diskutiert und im Sinne einer starken, lebensfähigen Region zur Projektreife weiterentwickelt werden.
Text und Fotos: Raimund Mühlburger