„Vernetzung schafft Neues“: Metzgerei trifft Landwirtschaft
Vertreter der Landwirtschaftskammer besuchten im Rahmen ihrer Bezirksrunde in Lienz die Metzgerei Ortner. Vernetzung und branchenübergreifende Zusammenarbeit als Themen.
„Ohne die heimische Landwirtschaft könnten wir am Markt überhaupt nicht mehr bestehen. Dabei braucht es kompromissloses Qualitätsdenken aller beteiligten Partner, sonst hat man keine Chance“, betonte Metzger Andreas Ortner. Er bestätigte damit den Vertretern der Landwirtschaftskammer, dass eine funktionierende, branchenübergreifende Zusammenarbeit gerade in den ländlichen Regionen oftmals der Garant für betrieblichen Erfolg ist.
Verarbeitet wird in der Metzgerei Ortner von den 35 Mitarbeitern bestes Fleisch aus Osttirol. Ochsen und Kalbinnen werden dabei wöchentlich von der RGO geliefert, Kälber und Lämmer bezieht der Betrieb direkt von den Bauern – insgesamt sind das rund 750 Tiere jährlich. Die gut funktionierende Partnerschaft unterstrich auch LK-Bezirksobmann Konrad Kreuzer: „Die Landwirtschaft im Bezirk ist stark spezialisiert, und wir haben hervorragende Direktvermarkter. Dass Produkte aus der unmittelbaren Umgebung gefragt sind, haben wir auch bei unserer Regionalitäts-Veranstaltung vor einigen Wochen gesehen. Dennoch dürfen wir uns nicht auf dem bereits Erreichten ausruhen, sondern müssen stets an neuen Möglichkeiten für die Landwirtschaft arbeiten.“
Über die Entwicklung hin zu mehr Regionalität freut sich auch LK-Präsident Josef Hechenberger: „Dass es immer mehr Kooperationen gibt, die es kleinen landwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen, ein gutes Einkommen zu erwirtschaften und so eine betrieblich abgesicherte Zukunft aufzubauen, ist enorm wichtig. Auch der Tourismus spielt dabei eine bedeutende Rolle, schließlich profitiert diese Branche besonders von einer intakten Landwirtschaft, die qualitativ hochwertige Lebensmittel erzeugt und zugleich für die Erhaltung jener Kulturlandschaft sorgt, die Gäste wie Einheimische gleichermaßen schätzen.“
Text: Redaktion, Foto: LK Tirol/Haaser