„Urlaub am Berg“: Das Glödis Refugium in Kals am Großglockner
Auf 1.850 Metern Seehöhe ist im Kalser Lesachtal seit 2018 ein neuer Rückzugsort für Bergliebhaber entstanden. Das „Glödis Refugium“ wird von Familie Anton Huter geführt.
Anton Huter ist vielen OsttirolerInnen vor allem als musikalischer Leiter der legendären Glocknerkapelle Kals bekannt, die einst von seinem Onkel, Sepp Huter, ins Leben gerufen wurde. Heute lebt „Toni“ mit seiner Familie auf einem Hof in Lesach/Kals und engagiert sich in seiner Heimatgemeinde u.a. auch im Bereich Tourismus und Gästebeherbergung.

Die Idee zum Projekt „Glödis Refugium“ sei, so Huter, vor einigen Jahren entstanden. „Wie mein Onkel Sepp habe auch ich als Kind viel Zeit in Kals und auf der Lesachalm verbracht“, erinnert er sich zurück und informiert, dass das Almgebiet im Lesachtal rund 600 ha umfasst. Von diesen liegen circa 44 ha außerhalb des Nationalparks Hohe Tauern und Natura 2000-Gebietes.

Die Almbesitzer sind Mitglieder der Agrargemeinschaft Lesacher Alpe, als deren Obmann Toni Huter 15 Jahre lang fungierte. Heute hat dieses Amt Anton Unterweger über. „Während meiner Obmannschaft habe ich mich oft mit dem Gedanken befasst, dieses wunderschöne Almgebiet wiederzubeleben“, betont Huter. „Bis 2011 hatte die Lesachalmhütte, in der man sich stärken und übernachten konnte, geöffnet. Als diese zusperrte, war die Almregion wie ausgestorben.“

Als Inhaber von Almflächen und als Besitzer der „Holausalm“ machten sich Toni und seine Familie daran, ein Projekt zu entwickeln – die Idee eines Schutzhüttenensembles in Anlehnung an frühere Tiroler Haufendörfer entstand. „Wir wollten einen einfach-reduzierten und doch hochwertigen Rückzugsort realisieren, der Wanderern Einkehr und Bergliebhabern Unterkunft bietet.“ Die Planung des Vorhabens wurde gemeinsam mit erfahrenen Fachleuten umgesetzt.

Nach Erhalt aller Genehmigungen fiel 2018 der Startschuss für den Bau des „Glödis Refugiums“. Verzögert durch äußere Umstände und die Corona-Pandemie, zogen sich die Bauarbeiten bis in den Frühsommer 2022 hin. Umso größer war die Freude, als man am 15. August 2022 zur Einweihungsfeier laden konnte. „Von Seiten der Gäste und Einheimischen wurde unser ‚Glödis Refugium‘ sehr gut angenommen“, berichtet der Kalser. Er hofft, dass der Rückzugsort mit modernem Schutzhüttencharakter auch im heurigen Jahr gut frequentiert wird. „Hier finden Ruhesuchende Erholung inmitten einer imposanten Bergwelt und Wanderer bzw. Bergsteiger – oder im Winter auch Skitourengeher – einen idealen Ausgangspunkt für wunderschöne Touren und Gipfelsiege.“

Das „Glödis Refugium“ umfasst einerseits einen neuen Almgasthof mit Sonnenterrasse, gemütlichem Gastraum, modernen, barrierefreien Sanitärbereichen sowie Gästezimmern für zwei bis vier Personen mit eigener Dusche und WC. Die Küche bietet traditionelle Gerichte mit saisonal-regionalem Schwerpunkt und ist sowohl auf Ausflügler, als auch für Urlauber, die länger bleiben, ausgerichtet.

Andererseits ist auch die so genannte „Glocknerklänge-Alm“ Teil des touristischen Angebotes. Die frühere „Holaus-Alm“ wurde revitalisiert und steht nun für Übernachtungsgäste offen. Geheizt wird über Holz befeuerte Öfen und über Wärmepumpen, sodass ein Betrieb sowohl sommers wie winters möglich ist. Der Strom kommt aus dem nahe gelegenen Kleinkraftwerk Lesachalm.

„Aufgrund der alpinen Lage war es uns wichtig, dass auch ein stabiles Mobilfunknetz zur Verfügung steht“, sagt Toni und verweist darauf, dass er und seine Familie Übernachtungsgäste persönlich und per Shuttle bis zum Refugium bringen. „Direkt von unserem Hof aus geht es auf einer gut präparierten Forststraße auf der Sonnenseite des Tales hinauf auf 1.850 Meter Seehöhe. Im Winter stehen als Transportmittel ein Pistenfahrzeug sowie ein Ski-Doo bereit. Tagesausflügler erreichen die Alm im Sommer auch sehr gut zu Fuß oder, auf einer offiziell ausgewiesenen Mountainbike-Strecke, mit dem Mountain- oder E-Bike.
Buchungen für das ‚Glödis Refugium‘ sind“, so der Osttiroler, „unter der Tel.: 0664/341 31 89, per Mail unter info@gloedisrefugium.at oder über die Webseite www.gloedisrefugium.at jederzeit möglich!“
Text: Elisabeth Hilgartner, Fotos: Elias Bachmann





