Umfangreiche Bauarbeiten an 2 Unterführungen im Bezirk
Die Feldwegunterführung im Dölsacher Ortsteil Stribach wurde für 380.000 Euro ausgebaut, die Bahnunterführung Grafenbach in Lienz um 200.000 Euro saniert.
Neue Unterführung in Stribach
Ursprünglich sollte die Feldwegunterführung nach dem Glockner-Kreisverkehr in Stribach/Gemeinde
Dölsach nur saniert, d.h. das Tragwerk erneuert werden. Im Zuge der Vorarbeiten wurde dann aber, wie DI Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz, berichtet, dem Wunsch der Gemeinde Dölsach Rechnung getragen, die Unterführung LKW-befahrbar auszubauen. „Um die dafür erforderliche Verbreiterung der Fahrbahn auf 5,5 Meter bzw. die Erhöhung der Durchfahrt auf 4,5 Meter umsetzen zu können, musste der gesamte Bereich vom Kreisverkehr bis nach der Unterführung um 70 cm aufgeschüttet werden. Im Prinzip haben wir damit eine komplette Erneuerung der Unterführung seit Baubeginn Mitte September 2015 realisiert. Mit Anfang Dezember kann der Straßenabschnitt wieder für den Verkehr freigegeben werden.“ Die Gesamtkosten von 380.000 Euro werden zu 25% von der Gemeinde Dölsach und zu 75% von der Landesstraßenverwaltung getragen. „Das Projekt konnte sehr zügig abgewickelt werden. Als Generalunternehmer war die Fa. Swietelsky tätig!“, so DI Haider.
Generalsanierung der Bahnunterführung Grafenbach
Im Bereich der Bahnunterführung Grafenbach auf der Lavanterstraße in Richtung Tristach, auch bekannt als „Ostspange“, war es in den letzten Jahren bei sehr intensiven Niederschlägen wiederholt zu Überflutungen gekommen. Aus diesem Grund entschloss man sich von Seiten des Baubezirksamtes, gemeinsam mit der Stadtgemeinde Lienz, eine Sanierung vorzunehmen bzw. den gesamten Bereich auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Im Zuge der Bauarbeiten, die im September 2015 starteten, wurden eine neue Abwasserleitung, ein Pumpschacht mit Pumpleitung (zwei leistungsstarke Pumpen sowie neue Druckleitungen mit größerem Durchmesser) installiert. Die Ableitung des Regenwassers erfolgt nun nicht mehr wie bisher in den Grafenbach, sondern über eine Freispiegelleitung in die Drau. „Zusätzlich haben wir uns für einen Stauraumkanal entschieden, der bei extremen Niederschlagsereignissen eine Retention großer Wassermengen so lange als nötig sichert. Außerdem wurde ein Verkehrsflächen-Sicherungsschacht realisiert, um im Schadensfall z.B. ausgetretenes Öl zurückzuhalten“, erläutert DI Harald Haider, der die Gesamtkosten des Projektes mit rd. 200.000 Euro beziffert. „25 Prozent davon werden von der Stadtgemeinde Lienz finanziert.“
Text: Redaktion, Fotos: Osttirol heute/Hotzler



