Eine halbe Mio. Euro vom Land für Osttiroler Betriebe

Das Sonderförderungsprogramm für die Produktions- und Transportwirtschaft des Bezirks Lienz wurde aufgrund der Folgen aus dem Felssturz am Felbertauern beschlossen.

„Die wirtschaftlich schwierige Ausgangslage in Osttirol wurde durch die Komplettsperre der Felbertauernstraße und die dadurch entstandenen Verkehrsbeschränkungen maßgeblich verschärft“, begründet LH Günther Platter den Beschluss eines Sonderförderungsprogramms für die Osttiroler Transport- und Produktionswirtschaft in den nächsten fünf Jahren. Gefördert werden Investitionen wie die Anschaffung von Logistikhilfsmitteln oder die Adaptierung von Büroräumen. Darüber hinaus wird die bestehende Förderung für emissionsarme Lkw augeweitet. Das Land unterstützt nicht nur die Anschaffung von Klasse VI-Lkw, sondern auch die Stilllegung von Klasse V-Lkw. Weiters können UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen auch um Unterstützung bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen ansuchen.

Im Rahmen des Sonderförderungsprogramms wurde auch eine Studie in Auftrag gegeben, die untersuchen soll, ob ein Personen-Werksverkehr auf der Strecke zwischen dem Iseltal einerseits und dem Lienzer Talboden bzw. Pustertal andererseits sinnvoll wäre. Viele Iseltaler pendeln bekanntlich zwischen ihren Heimatgemeinden und Lienz sowie dem Pustertal, wo sich die meisten Osttiroler Produktionsbetriebe befinden. Schließlich sollen Synergien mit der Tourismuswirtschaft gebildet werden. So könnten Planen und Heckflächen von Lkw oder Reisebussen als Werbeflächen verwendet werden.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Osttirol heute/David Hotzler

28. Dezember 2015 um