Tourismusbetriebe: Wirtschaftskammer begrüßt rasche Unterstützung für November
Betriebe, die behördlich geschlossen wurden, erhalten 80 % des November-Umsatzes aus dem Vorjahr. Hauptbetroffen vom Teil-Lockdown sind auch in Osttirol Hotellerie und Gastronomie.
Die Bundesregierung hat heute über die Aktualisierung der Corona-Unterstützungen informiert. Kernstück ist der Umsatz-Ersatz für November. Jene Betriebe, die direkt von den behördlichen Schließungen betroffen sind, erhalten 80 Prozent ihres Umsatzes aus dem November 2019. Im Fokus stehen dabei die Hotellerie und die Gastronomie. „Die Richtlinie enthält viele der Forderungen, die wir in unseren Gesprächen mit der Bundesregierung in den letzten Tagen deponiert haben“, erklärt Mario Gerber, Spartenobmann Tourismus und Freizeitbetriebe in der Wirtschaftskammer Tirol. Erfreulich ist für den Hotelier vor allem auch, dass die Bundesregierung erklärt hat, die Unterstützungen schnell und unbürokratisch abzuwickeln.
„Der Bezug auf die Steuerdaten des Jahres 2019 ermöglicht es vielen Betrieben, den Antrag rasch und einfach zu stellen“, erklärt Alois Rainer, Obmann für die Tiroler Gastronomie. Als Pluspunkt sehen die Tourismusvertreter auch die Tatsache, dass Mischbetriebe jenen Anteil ihres Umsatzes erhalten, der von den Schließungen betroffen ist: „Damit wird die Struktur unserer Betriebe berücksichtigt und ein fairer Maßstab angelegt.“
Ein Wermutstropfen für große Tourismusbetriebe ist die Obergrenze von 800.000 Euro. „Immerhin müssen andere Corona-Hilfen nur teilweise gegengerechnet werden. Die Bundesregierung muss jetzt weiter hart mit der EU verhandeln, um diese Deckelung wegzubekommen. Das EU-Beihilfenrecht ist für die aktuelle Krisensituation ungeeignet und muss temporär ausgesetzt werden“, fordert Mario Gerber.
„Die Förderung ist für den heimischen Tourismus überlebenswichtig – schließlich bedeutet der aktuelle Teil-Lockdown einen Totalausfall für die betroffenen Betriebe“, so Gerber. Die Tourismus-Vertreter hoffen, dass die Unternehmen damit den November durchtauchen können und die getroffenen Corona-Maßnahmen den Grundstein für das Gelingen der Wintersaison legen.
Text: Redaktion, Symbolfoto: AdobeStock/Zoeland