Team Osttirol fordert Eigenverantwortung

In einem detaillierten Markenbildungsprozess und in einem ausgewogenen Budget sieht das Team Osttirol die Schlüssel, um die Wertschöpfung im Tourismus zu steigern. „Wir können es uns jetzt und in Zukunft nicht leisten, ständig Geld auszugeben, das wir nicht haben, für Dinge, die wir nicht brauchen“, so Martin Gratz, Sprecher des Teams Osttirol, das bei den anstehenden Wahlen für die Gremien des Tourismusverbandes Osttirol (TVBO) in allen Stimmgruppen kandidieren will. „Die finanziellen Mittel müssen so eingesetzt werden, dass die Wertschöpfung in den einzelnen Betrieben gesteigert wird. Wenn hier nicht ein sofortiges Umdenken erfolgt, brechen uns noch mehr Betriebe und damit Arbeitsplätze in der Region weg“, zeichnet das Team Osttirol ein dramatisches Zukunftsbild für den Osttiroler Tourismus, sollte alles beim Alten bleiben. Das Team Osttirol hat am 15. November 2012 eine Liste mit 50 Unterstützern präsentiert und angekündigt, bei den Tourismuswahlen in allen drei Stimmgruppen anzutreten.

„Die Naturlandschaft, die Menschen und die vielen Edelprodukte der Region sind Schätze, die es zu veredeln und zielgerichtet zu vermarkten gilt“, heißt es in der neuesten Aussendung. „Osttirol muss selbst Trends setzen und darf nicht – so wie bisher – irgendwelchen Entwicklungen hinterher rennen, die nicht dem Markt und der Zeit entsprechen“, meint Gratz. Den elementarsten Schritt, um eine Änderung zu bewirken, sieht der Kalser Vize-Bürgermeister in der Übernahme von Eigenverantwortung und „osttirolweitem Denken“. Jeder Einzelne sei gefordert, seinen Beitrag zu leisten, indem er sein Wahlrecht wahrnimmt.

Bei der TVBO-Aufsichtsratssitzung am 30. November 2012 wurde der Haushaltsvoranschlag für 2013 abgesegnet und der Termin für die Neuwahlen mit 17. Dezember 2012 festgesetzt. Über 4000 Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die künftige Zusammensetzung des Aufsichtsrates zu entscheiden.

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Brunner Images

05. Dezember 2012 um