Tourismus: Leichtes Minus bei Sommernächtigungen

Von Mai bis Oktober 2013 nächtigten in Osttirol um 1,26% weniger Gäste als im Sommerhalbjahr des Vorjahres – leichtes Minus von 0,73% auch im Oktober.

Der Felssturz am Felbertauern und die damit verbundene Sperre der wichtigen Nord-Süd-Verbindung, aber auch das Hochwasser in den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich hätten zu erschwerten Bedingungen im heurigen Sommertourismus geführt, teilt die Osttirol Werbung zur Nächtigungsstatistik für das Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) mit. Durch das Zusammenwirken aller Tourismusakteure und finanziellen Zuwendungen seitens des Landes sei man mit einem leichten Minus von 13 163 Nächtigungen oder 1,26% gegenüber dem „Rekordsommer 2012″ aber mit einem blauen Auge davongekommen. Die Region Hochpustertal konnte mit 1,49% sogar zulegen, auch in den Tourismusbetrieben des Defereggentales nächtigten um 0,17% mehr Gäste als im Vorjahr. Das größte Minus fuhr die Nationalparkregion mit 4,97% ein, in der Ferienregion Lienzer Dolomiten wurden im heurigen Sommer 0,56% weniger Nächtigungen gebucht als 2012.

Erfreulich sei die Steigerung bei der Wertschöpfung. So konnten die 4-, 4s- und 5-Sterne-Hotels um 7,63% zulegen. Den größten Einbruch gab es hingegen bei den Campingplätzen, Privatzimmern und den Betrieben der 2-Sterne-Kategorie. Hauptgrund für diesen Rückgang sei laut Osttirol Werbung sicher die Sperre der Felbertauernroute über mehr als zwei Monate. Gäste, die bei ihrer Durchfahrt ihre Zelte häufig über mehrere Tage auf Osttiroler Campingplätzen aufschlagen würden, sowie so genannte „Nachtler“, die für eine Nacht meist kostengünstigere Betriebe bevorzugen, seien ausgeblieben. Dies erkläre auch den relativ hohen Rückgang der Nächtigungen in den direkt an der Felbertauernstraße gelegenen Gemeinden Matrei (-6,72%) und Lienz (-7,17%).

Erfreulich sei laut Tourismus-Obmann Franz Theurl der Anstieg bei den italienischen Gästen mit 7,11% mehr Ankünften und rund 10% mehr Nächtigungen. „Die Italiener haben die Sommersaison in Osttirol ziemlich aufgefettet. Unsere Erwartungen, dass sich der italienische Gast trotz der Krise in seinem Heimatland einen doch etwas günstigeren Urlaub in Osttirol leistet, sind aufgegangen“, so Theurl. Zugelegt werden konnte in den durch die Sonderkampagne unterstützten deutschen Bundesländern Bayern und Baden Württemberg und in den verstärkt beworbenen Märkten Belgien und Schweiz. Hinter den Erwartungen geblieben seien die niederländischen Gäste, was aber wiederum direkt mit dem Rückgang bei den Campingplätzen zusammenhänge.

Im Monat Oktober 2013 sind die Nächtigungen um 0,73% gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres zurückgegangen. Relativ stark gesunken sind in diesem Monat die Nächtigungszahlen im Defereggental mit 19,12%, die anderen drei Regionen legten hingegen zu.

Statistik Sommerhalbjahr 2013 hier zum Download

Statistik Oktober 2013 hier zum Download

Text: Raimund Mühlburger, Foto: Österreich Werbung/Fehringer

20. November 2013 um