Tourismus: Jänner im Plus, bisheriger Winter im Minus

Wie in ganz Tirol gab es auch im Bezirk Lienz im bisherigen Winter starke Rückgänge. Auch das Jännerplus von 3,08% konnte die Nächtigungsstatistik nicht ins Positive drehen.

Während der Dezember noch ein sattes Nächtigungsminus von 13,1% brachte, konnte der Jänner in Osttirol mit einem Plus von 3,1% abgeschlossen werden. Die Nationalparkregion hat im Jänner mit 10,15% am meisten zugelegt. Die Lienzer Dolomiten und die Ferienregion Hochpustertal konnten leicht zulegen, das Defereggental liegt mit 4,44% im Minus.

Der gesamte bisherige Winter (November bis Jänner) liegt in Osttirol mit 12.800 Nächtigungen oder 3,71% im roten Bereich. Zulegen konnte nur die Nationalparkregion, alle drei anderen Regionen sind im Minus. „Besonders das Hochpustertal war vom Schneemangel stark betroffen. So gab es zahlreiche Ausfälle von Trainingsgruppen in Obertilliach und Kartitsch im Dezember. In Außer- und Innervillgraten waren leider keine Skitouren möglich. Das Defereggental schließt mit dem kleinsten Minus ab, hier hat sich vor allem das frühe Skiopening im Dezember positiv ausgewirkt“, versucht der Tourismusverband die Rückgänge zu erklären.

Alles in allem sieht sich der Bezirk Lienz bis 31. Jänner auf den Zehntelprozentpunkt genau mit dem gleichen Nächtigungsrückgang wie das gesamte Bundesland Tirol konfrontiert. Dadurch käme laut Tourismusverband klar zum Ausdruck, dass die Gäste ihre Urlaubsentscheidung im Wesentlichen schon im Vorfeld treffen, und die negativen Auswirkungen von Schneemangel beträfe die kurzfristig Entschlossenen.

Durch gezielte Marketingmaßnahmen gelte es nun, den Sonnenskilauf, der im Süden besser dargestellt werden kann, anzuschieben. Obmann Franz Theurl bezweifelt aber trotzdem, dass im laufenden Winter noch ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden kann. „Auch bei viel Neuschnee wird es schwierig. Viele können sich aufgrund der Bilder von braunen Hängen bis in den Jänner hinein nicht mehr für einen Winterurlaub begeistern. Auch die sehr späten Ostern lassen ein Aufholen fast nicht mehr zu“, so der Tourismus-Obmann.

Nächtigungsstatistik Jänner und gesamter bisheriger Winter

Text: Raimund Mühlburger, Foto: TVB Osttirol/BergimBild

 

22. Februar 2017 um