Toblach: „Sanfter Tourismus. Doch eine Illusion?“
Die diesjährigen Toblacher Gespräche gehen von 2. bis 4. Oktober im Grand Hotel Toblach über die Bühne – sie widmen sich nach 30 Jahren wieder dem Thema Tourismus.
Am Freitag, 2. Oktober, beginnt die Veranstaltung mit der Präsentation „Fundstücke des Touriseum“. Paul Rösch, ehemaliger Leiter des Touriseums und heute Bürgermeister von Meran, versucht einen Abriss über die typische Südtiroler Gastlichkeit und regt zum Nachdenken in Sachen Tourismus an. Roland Dellagiacoma, langjähriger Direktor der Abteilung für Natur und Landschaft der Autonomen Provinz Bozen, wird über die Stolpersteine auf dem Weg zu einer geschützten Landschaft sprechen und darüber, was nach 30 Jahren von den Toblacher Thesen 1985 noch aktuell ist. Andreas Pichler, Direktor des Ökoinstituts Südtirol, blickt von außen auf das Besondere, das Südtirol zu bieten hat.
Die Kernveranstaltung zum Thema „Sanfter Tourismus. Doch eine Illusion?“ findet am Samstag, 3. Oktober, statt. Nach der Begrüßung durch den neuen Präsidenten der Akademie Toblacher Gespräche, Ralf Pellegrini, wird der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher, die Veranstaltung offiziell eröffnen. Anschließend spricht Hansruedi Müller vom Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus an der Universität Bern, über das Thema „Sanfter Tourismus: Sterbende Illusion oder Rettungsanker?“. Es folgen Beiträge von Hans Heiss (Auf dem Weg zur „begehrtesten Destination“ Europas? Südtirols touristischer Entwicklungspfad 2000-2015) und Dominik Siegrist (Alpen unter Druck. Qualitätsstandards für naturnahes Reisen in den Alpen) sowie weiteren Referenten aus Italien, Österreich und der Schweiz.
An der Tagung teilnehmen werden Touristiker aus verschiedenen Regionen des Alpenraumes und außerhalb davon, aber auch Personen, die schon im Jahre 1985 bei den 1. Toblacher Gesprächen dabei waren. Besonders für diese Gruppe wird es interessant sein zu erfahren, was sich in Südtirol seither verändert hat, wie sich der Diskurs über sanften Tourismus und über nachhaltigen Umgang mit Ressourcen in diesem Wirtschaftsbereich entwickelt hat und welche Veränderungen im Alpenraum erwartet werden können.
Text: Redaktion, Foto: Osttirol heute


