Tiroler Wirtschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft
Die Osttiroler Wirtschaftsspitzen trafen sich am 24. Jänner 2013 mit WK-Präsident Jürgen Bodenseer und LR Patrizia Zoller-Frischauf zum Neujahrsempfang.
„Der Tiefpunkt der Krise ist überschritten, und ich glaube mit bestem Gewissen sagen zu können, dass es in Tirol im Jahr 2013 zu keinem Einbruch der Konjunktur kommen wird“, sagte der Tiroler Wirtschaftskammer-Präsident Jürgen Bodenseer beim Neujahrsempfang am Donnerstag, 24. Jänner, in der Osttiroler Bezirksstelle. Obmann Michael Aichner hatte heuer im Speziellen die Vertreter von Gewerbe- und Handelsbetrieben eingeladen. Neben den führenden WK-Funktionären kamen auch Wirtschafts-Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf, BR Elisabeth Greiderer, Bezirksstellen-Leiter Mag. Reinhard Lobenwein, die Spitzen der Osttiroler Leitbetriebe sowie Vertreter von Ämtern, Behörden und Gemeinden zum Empfang, der von den Wiltener Sängerknaben umrahmt wurde. Ö3-Moderatorin Mag. Olivia Peter moderierte in amüsanter und mitreißender Weise den Abend.
Zwar hätte sich laut Bodenseer die Stimmungslage laut TOP-Tirol-Geschäftsklimawert seit dem Sommer 2012 von 31 auf 20 Prozentpunkte verschlechtert, in Summe erwarte er sich aber ein Happy End für 2013. „Es wurde im Jahr 2012 mehr Beschäftigung geschaffen, das Land Tirol befindet sich aus finanzieller Sicht im Bundesländervergleich im Spitzenfeld, und die Zukunftsaussichten – vor allem im Tourismus – lassen mich positiv in die Zukunft blicken“, so Bodenseer. Der Osttiroler WK-Obmann Michael Aichner will mit einem Diskussionspapier, das strategische Leitlinien enthält, den Osttiroler Tourismus als wichtige Branche wieder mehr in den Vordergrund rücken. „Die Fusionierung zum TVB Osttirol wurde in den letzten Jahren zum beherrschenden Thema, deswegen sind wichtige Fragen wie der Stellenwert des Tourismus für die Wirtschaft oder das Thema, wie verloren gegangenes Terrain wieder zurückgewonnen und ein Entwicklungsschub ausgelöst werden kann, in den Hintergrund gerückt“, erklärte Aichner.
Der WK-Obmann sprach auch das Verkehrsproblem in Lienz an. „Wir befürchten, dass sich durch den Bau des neuen Einkaufszentrums die Gesamt-Staustunden bei der Durchfahrt durch Lienz noch einmal erhöhen und fordern als Osttiroler Wirtschaft endlich eine Lösung des Verkehrsproblems ein“, so Aichner. Er kritisierte, dass es keine Vereinbarung über die weitere Vorgangsweise gäbe, obwohl das massive Verkehrsproblem, untermauert durch Untersuchungsergebnisse, den Entscheidungsträgern schon seit 2008 bekannt sei. „Für die Umsetzung von Maßnahmen müssen in Raumordnungskonzepten Vorsorgeflächen ausgewiesen werden. Hier muss man rasch handeln, weil aufwändigen Verkehrsmaßnahmen ein Planungszeitraum von mindestens zehn Jahren voraus geht“, sagte Aichner. Präsident Jürgen Bodenseer forderte „im Superwahljahr 2013“ die Sozialpartner Arbeiterkammer und Gewerkschaft einmal mehr zur Zusammenarbeit auf. „Unternehmer und Mitarbeiter sitzen in einem Boot. Weder Politik noch Sozialpartner schaffen Arbeitsplätze, sondern nur die Unternehmer“, so Bodenseer abschließend.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, Journal/Sulzenbacher
