Tiroler Landesrat René Zumtobel übernahm Vorsitz des Nationalparkrates

Der Vorsitzwechsel, der Budgetbeschluss und wichtige Weichenstellungen der länderübergreifenden Zusammenarbeit standen auf der Agenda der 35. Sitzung des Nationalparkrates am Montag, 26. Jänner. Hermann Stotter wurde verabschiedet.

René Zumtobel (Tirol) übernimmt für die Jahre 2026 und 2027 den Vorsitz im Nationalparkrat des Nationalparks Hohe Tauern. Er begrüßte bei der Sitzung Landesrat Peter Reichmann (Kärnten) und Landesrat Maximilian Aigner (Salzburg), die die Nationalparkagenden für ihre Bundesländer neu übernommen haben, sowie Sektionschef Jürgen Schneider in Vertretung von Bundesminister Norbert Totschnig.

Abschied von einem engagierten Mitgestalter

Zu Beginn der Sitzung gedachten die Mitglieder des Nationalparkrates des im Oktober 2025 völlig überraschend verstorbenen Salzburger Landesrates Josef Schwaiger. „Mit ihm verliert der Nationalparkrat einen sachkundigen, erfahrenen und hoch engagierten politischen Gestalter, der den Nationalpark Hohe Tauern über viele Jahre mit großem Verantwortungsbewusstsein begleitet und geprägt hat”, hieß es.

Budget beschlossen

Für das Jahr 2026 wurde ein Budget in Höhe von rund 800.000 Euro für gemeinsame Aktivitäten beschlossen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf länderübergreifenden Forschungsprojekten sowie auf gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit (rund 380.000 Euro).

Gemeinsame Forschung und einheitliche Kommunikation

Auf Basis der 15a-B-VG-Vereinbarung (1994) zwischen Bund und Ländern sowie der Empfehlungen des Bundesrechnungshofberichtes 2023 wurde der Fokus auf eine stärker länderübergreifend abgestimmte Entwicklung und strategische Ausrichtung von Forschung und Öffentlichkeitsarbeit gelegt.

Mit dem neuen länderübergreifenden Forschungs- und Monitoringprogramm werden die künftigen Schwerpunkte auf Grundlage des bestehenden Forschungskonzepts erstmals im Sinne einer mittelfristigen Planung festgeschrieben.

„Der Nationalpark Hohe Tauern ist ein wichtiger Forschungsraum. Gerade das Langzeitmonitoring liefert uns unverzichtbare Erkenntnisse über ökologische Veränderungen und den Einfluss des Klimawandels auf unsere Natur. Projekte wie das Steinadler- und Bartgeiermonitoring oder langjährige Messreihen in Hochlagen zeigen, wie wertvoll kontinuierliche Forschung ist – nicht nur für den Naturschutz, sondern auch für fundierte politische Entscheidungen“, betonte der neue Ratsvorsitzende René Zumtobel.

Offizielle Sponsoreinrichtung

Im Nationalpark Hohe Tauern werden zahlreiche Projekte auch durch Mittel der fans&friends unterstützt. 2025 konnten mit diesen Spenden- und Sponsormitteln Projekte in der Höhe von 470.000 Euro mitfinanziert werden. Als gemeinnütziger, spendenbegünstigter Verein für den Schutz und die Förderung des Nationalparks Hohe Tauern engagiert sich der Verein für die Mitfinanzierung von Projekten in den Bereichen Natur- und Artenschutz, Biodiversität sowie Bildung.

Dank an den scheidenden Tiroler Nationalparkdirektor Hermann Stotter

Abschließend verabschiedete der Nationalparkrat Hermann Stotter, der nach 35 Jahren als Leiter der Tiroler Nationalparkverwaltung in den Ruhestand tritt. „Er prägte maßgeblich die Entwicklung des Nationalparks zu einem international anerkannten Schutzgebiet der IUCN-Kategorie II und lebte die länderübergreifende Idee sowie die Vernetzung innerhalb der Nationalparks Austria”, dankte ihm der Nationalparkrat für sein jahrzehntelanges Engagement.

 

 

Text: Redaktion, Foto: Land Tirol/Knabl

28. Januar 2026 um