Tirol: Ein Drittel der TVB-Pflichtbeiträge muss 2020 nicht bezahlt werden
Ein Drittel der Gesamtvorschreibungen für das Jahr 2020 werden den Unternehmen im Rahmen eines Coronavirus-Entlastungspakets erlassen.
Tirols UnternehmerInnen tragen mit ihren Pflichtbeiträgen an Tirols Tourismusverbände wesentlich dazu bei, die Tourismuslandschaft als zentrales Wirtschaftsstandbein zu fördern und zu unterstützen. Nun wird ihnen ein Drittel der Gesamtvorschreibungen für 2020 erlassen. Natürlich sind dies aber Gelder, die nun den Tourismusverbänden abgehen würden. Aus diesem Grund werden den TVBs von Seiten des Landes 20 Millionen Euro an Zuschüssen zur Verfügung gestellt.
„Die Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Coronavirus-Krise hart getroffen, und wir wollen weiterhin versuchen, sie alle bestmöglich zu entlasten. Durch den Erlass eines Teils ihrer Pflichtbeiträge können wir dazu einen Beitrag leisten, während wir die Tourismusverbände als wichtige Anker in der Entwicklung des Tiroler Tourismus trotzdem unterstützen. Gerade in den kommenden Tagen und Wochen wird es auch wesentlich sein, dass wir auf ihre touristische Expertise und Erfahrung setzen können“, so LH Günther Platter bei der heutigen Pressekonferenz.
Konkret müssen die Beiträge im Rahmen der zweiten Vorschreibung nicht einbezahlt werden – UnternehmerInnen, die das bereits erledigt haben, erhalten für das Jahr 2021 eine dementsprechende Gutschrift. Als Vorsitzender des Tourismusförderungsfonds betonte LH Platter auch, dass „man auch an der weiteren Unterstützung der Tourismusverbände arbeite. Mit den 20 Millionen Euro sollen sie in einer ersten Phase gestützt werden – es braucht jedoch sicherlich noch weitere Beschlüsse.“ Der heute gefasste Beschluss sei jedenfalls wesentlich, wie auch Mobilitäts- und Umweltlandesrätin LH-Stv. Felipe betonte: „Ohne die Pflichtbeiträge fehlen den TVBs wichtige Einnahmen, auf Basis derer sie ihren Aufgaben nachkommen können. Die TVBs sind wichtige Partner, wenn es beispielsweise um den Ausbau des öffentlichen Verkehrs oder die Entwicklung von Naturparken, aber auch die Förderung des Traditions- oder Rettungswesens geht. Wir brauchen sie auch als Innovationstreiber, um Einheimischen und Gästen ein entsprechendes Freizeit- und Naturangebot zu bieten und um uns – sofern dies heuer möglich sein wird – auf eine Sommersaison vorzubereiten, die anders wird als alle bisherigen.“
Insgesamt sind es die Beiträge von 14.200 Pflichtmitgliedern, mit welchen die Tourismusverbände in Tirol unterstützt werden – im Jahr 2020 wären noch 60 Millionen Euro offen gewesen: Jede und jeder einzelne Beitragszahlende soll nun durch den Erlass der Beiträge in Höhe von insgesamt 30 Millionen Euro konkret entlastet werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, gemeinsam mit Bund, Land und den Unternehmerinnen und Unternehmern diese Krise zu überstehen. Diese Maßnahme ist ein weiterer Schritt dazu“, erklärte Tirols WK-Präsident Christoph Walser.
Text: Redaktion, Foto: Land Tirol