Tiere gesichtet und mit Futter versorgt

Lokalaugenschein im Bereich Bretterwand/ Matrei i.O. am Sonntag, 1. Dezember: Alle neun Ziegen und ein Schaf wurden in gutem Ernährungszustand und unverletzt gesichtet.

Die zehn Tiere waren Mitte der vergangenen Woche in unwegsamem Gelände der Bretterwand in den Hohen Tauern entdeckt worden. Inzwischen hat sich ihr Standort verändert, die neun Ziegen und ein Schaf befinden sich nun rd. 200 Höhenmeter oberhalb der Waldgrenze auf einem schneefreien, sonnseitigen Grat. „Hier verfügen sie über ausreichend Futter und können Flüssigkeit über den Schnee aufnehmen. Zudem ist auch die Wetterprognose günstig“, informierte am Sonntag, 1.12., Bezirkshauptfrau Dr. Olga Reisner. Sie hatte gemeinsam mit dem Besitzer der Tiere, dem zuständigen Jagdleiter und Ortsbauernobmann, dem Amtstierarzt und einem Alpinpolizisten einen Lokalaugenschein vorgenommen, bei dem alle zehn Tiere in gutem Ernährungszustand und unverletzt gesichtet werden konnten.

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Futterauslegung zum Herablocken der Tiere

In der Nacht halten sich die Tiere unter Felsvorsprüngen und in Höhlen auf, was aufgrund der Spurenlage im Schnee belegt ist. Über einen Wildwechsel könnten die an das alpine Gelände angepassten Ziegen bzw. das Schaf die hochalpine Zone außerdem problemlos selbstständig Richtung Tal verlassen. Derzeit scheint es zweckmäßig, auf dem Landweg entsprechendes Futter – Heu und Salz – vor Ort in die Nähe der Tiere zu bringen und dieses auch unterhalb der Gefahrenzone bzw. des absturzgefährdeten Geländes zu lagern. Eine zu offensive Vorgehensweise, wie z. B. ein Hubschraubereinsatz, würde die derzeitige Situation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verschlechtern. Ein Verspringen und Flüchten der Tiere in steileres und lawinengefährdetes Gelände wäre wahrscheinlich.

Im Rahmen des Lokalaugenscheins wurde von Besitzer und Jagdleiter wiederum Heu ausgelegt. BH Dr. Reisner: „Aus derzeitiger Sicht sind eine laufende Beobachtung der Tiere sowie eine regelmäßige Futter- und Salzvorlage nötig und auch gewährleistet!“

Text: J. Hilgartner, Fotos: Land Tirol/BH Lienz und Landespolizeidirektion/PI Matrei i.O.

01. Dezember 2013 um