Team Osttirol präsentierte AR-Kandidaten
Josef Winkler, Anton Tschurtschenthaler und Martin Gratz führen die drei Listen des Teams Osttirol für die Aufsichtsrats-Wahlen im Tourismusverband am 17. Dezember an. Genau eine Woche vor den Wahlen in die Gremien des Tourismusverbandes Osttirol (TVBO) präsentierte das Team Osttirol am Montagnachmittag, 10. Dezember, seine Kandidaten für den Aufsichtsrat. „Unsere Strategie für den Tourismus in Osttirol beinhaltet vor allem, das Budget zu konsolidieren, die Marke Osttirol längerfristig gut am Markt zu positionieren und buchbare Programme zu erstellen“, so Team Osttirol-Sprecher Martin Gratz einleitend. Er gab auch bekannt, dass er die Stimmgruppe III anführen wird. Hinter ihm kandidieren in dieser Gruppe Josef Schett, Unternehmer aus Innervillgraten, DI Hermann Kuenz, Landwirt vom Kuenzhof in Dölsach, und Josef Senfter, Landwirt vom Schuistlhof in Sillian. Martin Gratz – selbst Vize-Bgm. von Kals am Großglockner – betonte, dass der Tourismus streng von der Politik getrennt werden müsse. Er meine damit aber nicht, dass sich keine Politiker mehr in den Gremien des Tourismusverbandes wiederfinden sollen. „Wir wollen eine starke Vernetzung mit der Politik, Partei- und Machtpolitik haben im Tourismus aber nichts zu suchen, es müssen wieder Sachthemen im Vordergrund stehen“, so Gratz.
Anton Tschurtschenthaler: „Der Tourismusverband muss aus den derzeitigen Turbulenzen herauskommen und wieder betriebswirtschaftlich geführt werden.“
In der Stimmgruppe I fungiert Josef Winkler, Hotelier vom Moarhof in Lienz, als Stimmgruppenführer, hinter ihm folgen in dieser Gruppe Franz Robitsch vom Autohaus Pontiller in Lienz, Horst Idl von der Firma Metallbau Idl GmbH in Nußdorf-Debant und der Hotelier Josef Kreuzer vom Parkhotel Tristacher See (Kreuzer zog seine Kandidatur am nächsten Tag bereits wieder zurück: Josef Kreuzer doch kein Kandidat im Team Osttirol). „Wir wissen derzeit nicht, wohin der Tourismus in Osttirol geht. Wir müssen Wege ausarbeiten und die Märkte nachhaltig betreuen“, so Winkler. Langfristige Strategien zu entwickeln, empfiehlt Franz Robitsch auch für den Tourismus. „In der Autoindustrie überlegt man sich drei bis fünf Jahre im Vorhinein, wo die Entwicklung hingehen soll“, sagte Robitsch bei der Kandidatenpräsentation.
Martin Gratz: „Motiviertes und gut ausgebildetes Personal ist das wichtigste Kapital des Tourismusverbandes, die Anzahl der MitarbeiterInnen richtet sich nach dem wirtschaftlichen Erfolg.“
Ein Hotelier führt auch die Stimmgruppe II an – Anton Tschurtschenthaler vom Feriendorf Hochpustertal. „Wir sehen es als unsere Hauptaufgabe, Osttirol als tourismusfreundliches Land nach außen zu tragen. Nur die schöne Landschaft nützt wenig, wenn Osttirol von den Gästen nicht angefahren wird. Wir brauchen ein zukunftsträchtiges Management“, forderte Tschurtschenthaler. Auf der Kandidatenliste der Stimmgruppe II finden sich neben Tschurtschenthaler auch Max Passler vom Sportgeschäft Passler in St. Jakob i. Def., Joachim Defregger, Wirt vom Straganzhof in Iselsberg, und Michael Wildauer vom Hotel Ansitz Haidenhof in Lienz. „Die Tourismusgesinnung muss in Osttirol gestärkt und teilweise wieder neu aufgebaut werden. Klare Linien, Professionalität und richtig eingesetzte Marketingmittel sind essentiell, um das Vertrauen zwischen Tourismusverantwortlichen, Bürgermeistern, Gemeinderäten und Bürgern wieder zu stärken“, sagte Wildauer. Wer von den präsentierten Kandidaten als Obmann des Tourismusverbandes infrage kommt, wollte Martin Gratz nicht konkretisieren. „Einige von den heute präsentierten Kandidaten könnten den Job des Tourismusverband-Obmannes sicher ausgezeichnet machen“, so Gratz abschließend.
DI Hermann Kuenz (rechts): „Die Marke Osttirol wird international gerade einmal wahrgenommen. Wir müssen mehr Geld einsetzen, um die Marke zu pflegen.“
Text und Fotos: Raimund Mühlburger


