Tauernbach-Gruben: Tunnelanschlag des Druckstollens erfolgt
Die Arbeiten am Kraftwerk Tauernbach-Gruben schreiten voran: Vor Kurzem ging der Anschlag des Druckstollens über die Bühne.
Der Druckstollen ist Teil des Triebwasserweges und weist eine Länge von ca. 2.300 Metern auf. Er wird bergmännisch von Raneburg in Richtung Norden bis zur Wasserfassung im Bereich der Schildalmen vorgetrieben. Der Ausbruch des Druckstollens soll noch heuer fertiggestellt werden, anschließend erfolgt der Einbau der Innenschale. Die weiteren Bauarbeiten für die Errichtung der Wasserfassung bei den Schildalmen, des Krafthauses in Gruben sowie der erdverlegten Druckrohrleitung südlich des Druckstollens sollen im Frühjahr beginnen.
Investition von 160 Mio. Euro
Der Startschuss für das Kraftwerk am Tauernbach fiel im Oktober 2023. Das Projekt, mit dem die Versorgungssicherheit für den Bezirk Osttirol nachhaltig erhöht werden soll, ist als Ausleitungskraftwerk mit einer Wasserfassung im Bereich der Schildalmen und einem Krafthaus direkt unterhalb der Pumpstation der Transalpine Ölleitung (TAL) konzipiert. Der Triebwasserweg untergliedert sich in zwei Teilbereiche: den Druckstollen im oberen Streckenabschnitt sowie eine ca. sechs Kilometer lange, erdverlegte Druckrohrleitung vom Stollenende bis zum Krafthaus.
Nach Fertigstellung wird die neue Anlage, in die TIWAG rund 160 Mio. Euro investiert, rund 85 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren und jährlich somit ca. 85.000 Tonnen CO² im Vergleich zu einem Kohlekraftwerk einsparen. Das entspricht rund 1,4 Prozent des Tiroler Strombedarfs bzw. dem Verbrauch von 20.000 Haushalten.
Text: Redaktion, Foto: © TIWAG