TAL eröffnete am Felbertauern das erste Rohöl-Laufkraftwerk der Welt
Das Kraftwerk befindet sich auf 1.335 Metern Seehöhe in der Gemeinde Mittersill. Investiert wurden 11 Mio. Euro. Am 21. September wurde das Rohöl-Laufkraftwerk eröffnet.
Aus Rohöldurchfluss wird Strom – die Transalpine Ölleitung hat am Freitag, 21. September, das erste Rohöl-Laufkraftwerk der Welt eröffnet. Gebaut wurde drei Jahre, investiert hat die TAL 11 Mio. Euro. Das Unternehmen liefert Rohöl vom Hafen in Triest über die Alpen nach Österreich und Deutschland. Eine der Herausforderungen ist dabei die Überwindung des Alpenhauptkammes. Ein Höhenunterschied von 1.600 Metern muss bewältigt werden. „Die Energie, die in den Gefällestrecken wie am Felbertauern entsteht, wurde bisher nicht genutzt. Hier haben wir die weltweit erste Francis-Turbine in eine Rohölpipeline installiert“, berichtete Projektleiter Markus Mühlmann.
v.l.n.r.: Michael Cech (2. v. li., AR-Vors. der TAL), Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Alessio Lilli (General-Manager der TAL, 3. v. re.) und der Mittersiller Bgm. Wolfgang Viertler (2. v. re.) eröffneten die neue Energieerzeugungsanlage.
Das Jahresarbeitsvermögen beträgt rund 11,5 GWh. Der erzeugte Strom wird in das Netz der Salzburg AG eingespeist. Die Engpassleistung – also die maximale Dauerleistung im Normalbetrieb – beträgt 2.500 kW. Die erzeugte Energiemenge entspricht rund 12% des derzeitigen Energieverbrauchs der TAL in Österreich.
„Die TAL wird mit diesem weltweit einzigartigen Kraftwerk einen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung in Österreich leisten und ihre Energieeffizienz maßgeblich steigern“, betonte Alessio Lilli, General-Manager der TAL-Gruppe. Die positiven Effekte für die Umwelt strich auch Brigitta Pallauf, Präsidentin des Salzburger Landtages heraus: „Wir haben uns mit der Klima- und Energiestrategie Salzburg 2050 hohe Ziele zur Reduktion der Treibhausemissionen und zur Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energieträger gesteckt. Mit dem Strom, der in diesem Kraftwerk der TAL gewonnen werden kann, wird ein weiterer Beitrag zu einer umweltfreundlichen Energieversorgung Salzburgs geleistet.“
Text: Redaktion, Fotos: TAL/Martin Lugger