Straße auf den Staller Sattel saniert und wieder frei

Ein 1,45 km langer Straßenabschnitt knapp unterhalb des Passes wurde um 530.000 Euro saniert. Die Straße ist seit 6. Juni wieder für den Verkehr freigegeben.

Prächtiges Frühsommerwetter am Freitagvormittag, 6. Juni 2014, am Staller Sattel. Erste Motorräder und Pkw befahren schon wieder den in den letzten sieben Wochen sanierten Straßenabschnitt der Defereggentalstraße L25 zwischen km 30 und km 31,45 knapp unterhalb des Passüberganges. Im Rahmen einer Feierstunde mit Vertretern der Politik, des Baubezirksamtes Lienz, von bauausführenden Firmen und der Mannschaft der Straßenmeisterei Matrei wurde auf die gelungene Sanierung und die Freigabe der Straße angestoßen.

Auf dem jetzt sanierten 1,45 km langen Abschnitt passierten oft Unfälle unter Beteiligung von Motorrädern. Jetzt wurde die Strecke entschärft.

Auf dem jetzt sanierten 1,45 km langen Abschnitt passierten oft Unfälle unter Beteiligung von Motorrädern. Jetzt wurde die Strecke entschärft.

„Jetzt kann man wieder von einer Straße sprechen, vor den Sanierungsarbeiten waren dieser Abschnitt und viele Teile der Defereggentalstraße eher wie ein löchriger Käse“, so der St. Jakober Bürgermeister NR Mag. Gerald Hauser. Im gesamten Defereggental seien in den letzten drei Jahren insgesamt rund 3 Mio. Euro in das Straßennetz investiert worden. „Der Staller Sattel ist ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger, Skitourengeher, Radfahrer und Langläufer. Ohne die Investitionen in die Infrastruktur wäre das nicht möglich. Deswegen ist heute ein Freudentag für das Defereggental. Der Staller Sattel mag das Baubezirksamt“, so Hauser in Richtung DI Harald Haider, Leiter des Baubezirksamtes Lienz.

Harald Haider: „Durch den Einbau des Materials an Ort und Stelle haben wir uns enorm viele Transportkosten erspart. So konnte mit den zur Verfügung stehenden Mitteln ein doppelt so langes Straßenstück saniert werden, wie wenn wir die Methode mit dem mobilen Brecher nicht angewandt hätten."

Harald Haider: „Durch den Einbau des homogenisierten Materials an Ort und Stelle haben wir uns enorm viele Transportkosten erspart. Wenn wir die Methode mit dem mobilen Brecher nicht angewandt hätten, hätten wir mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nur ein halb so langes Straßenstück sanieren können.“

1,45 Kilometer der Straße wurden in den letzten sieben Wochen bei Totalsperre saniert. „Ausgegangen ist die Sanierung von einem Katastrophenschaden, im Zuge dessen die talseitige Böschung nachgegeben hat. Daraus haben wir eine Generalsanierung des schlechtesten Teils der Straße gemacht“, erklärte Haider. Er betonte besonders die alternative Bauweise auf diesem Straßenstück. „Rund 4 500 m³ Material hauptsächlich aus dem Katastrophenschaden wurden mit einem mobilen Brecher gebrochen, homogenisiert und als Frostkoffer wieder eingebaut“, so der Baubezirksamts-Leiter. Die talseitige Böschung wurde außerdem mit 85 m³ Spritzbeton und 800 Laufmetern Ankern stabilisiert.

Gerald Hauser: „Ohne die großzügigen Investitionen in die wirtschaftliche und touristische Infrastruktur wäre ein blühender Tourismus am Staller Sattel - wie wir ihn jetzt haben - nicht möglich."

Gerald Hauser: „Ohne die großzügigen Investitionen in die wirtschaftliche und touristische Infrastruktur wäre ein blühender Tourismus am Staller Sattel – wie wir ihn jetzt haben – nicht möglich.“

Die Straße ist jetzt auf einer Breite von 5,5 Metern ausgekoffert und auf einer Breite von 5 Metern asphaltiert. Die bergseitige Felsböschung wurde abgetragen und so ein ausreichender Sturzraum für herabfallende Steine geschaffen. „530.000 Euro wurden in diese Sanierung investiert, 290.000 davon können als direkte Katastrophenschäden abgerechnet werden“, so Haider. Er bedankte sich bei den bauausführenden Firmen und der Mannschaft der Straßenmeisterei Matrei dafür, dass die Arbeiten in einer Rekordzeit von nur knapp sieben Wochen abgewickelt werden konnten.

Die Mannschaft der Straßenmeisterei Matrei sowie die Firmen Wibmer, Gasser, OSTA und Felbermayr haben die Sanierungsarbeiten in Rekordzeit ausgeführt.

Die Mannschaft der Straßenmeisterei Matrei sowie die Firmen Wibmer, Gasser, OSTA und Felbermayr haben die Sanierungsarbeiten in Rekordzeit ausgeführt.

Auch bei Hopfgartens Bürgermeister Franz Hopfgartner war die Freude groß. „Vor zehn Jahren wurde mit dem Bau der Erlachgalerie um 10 Mio. Euro auf unserem Gemeindegebiet begonnen. Mit der Auffahrt Huben und dem Ausbau des Staller Sattels um jeweils rund 1,5 Mio. Euro wurde auch in den letzten Jahren außerordentlich viel in die Defereggentalstraße investiert. Mit der Sanierung dieses Straßenstücks unterhalb des Staller Sattels konnte ein vor allem für Motorräder sehr gefährlicher Abschnitt entschärft werden“, so Hopfgartner. In den nächsten drei Wochen werden noch Leitschienen und Leitpflöcke montiert, Verkehrsbehinderungen am Staller Sattel gibt es aber dadurch nicht mehr.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger

 

 

 

06. Juni 2014 um