Steinmetz Fritzer: Handwerksbetrieb mit Tradition
Einem im wahrsten Sinne des Wortes „steinigen“ Handwerk, nämlich jenem des Steinmetzes, widmet sich Familie Fritzer bereits in der dritten Generation.
Franz Fritzer sen. widmete sich sein ganzes Leben lang dem Steinmetz-Handwerk. Sein Wissen und Können gab der Osttiroler an seine Söhne Franz jun. und Robert weiter, die den 1928 gegründeten Betrieb mit den beiden Produktionsstätten in Lienz und Debant ab 1983 leiteten. Heute ist mit den Söhnen von Franz, Helmut und Markus Fritzer, die bereits dritte Generation im Familienunternehmen tätig.
Helmut (links) und Robert Fritzer am Standort in Debant
„Mit unserem Steinmetz-Betrieb decken wir ein breites Produktspektrum ab. Den Kundenwünschen sind praktisch keine Grenzen gesetzt. Wir stellen Fensterbänke, Tischplatten sowie verschiedene Elemente für Küche, Bad und Wohnraum ebenso her wie Stiegen, Wand- und Fassadenverkleidungen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt im Bereich der individuellen Gestaltung von Grabsteinen“, informiert Betriebsinhaber Robert Fritzer. „Hier geht es darum, mit viel Einfühlungsvermögen und handwerklichem Können persönliche Erinnerungen aus Stein zu schaffen. Wir unterstützen bei der Planung und Realisierung der Grabanlage und garantieren für hohe Qualität in der Ausführung, für Zuverlässigkeit und Termintreue.“
Helmut Fritzer an der Kreissäge
Ähnlich umfangreich wie das Tätigkeitsfeld der Firma ist auch die Vielfalt an Materialien, die die Grundlage der qualitativ hochwertigen Produkte darstellen. Vom Konglomerat über Schiefer bis hin zu Marmor ist jedes nur vorstellbare Material vertreten. „Aus Oberösterreich beziehen wir Granite wie Aalfanger oder Gebhartser, aus Kärnten und anderen Teilen Österreichs Marmor. Dorfergrün Chloritgneis und Tauerngrün, beides Serpentingesteine, stammen aus Osttirol“, erklärt Helmut Fritzer und ergänzt, dass man außerdem auch mit Lieferanten aus Finnland, Italien, Brasilien oder Indien zusammenarbeitet. „Gekauft wird je nach Bedarf. Für einen ausreichenden Lagerbestand an Steinen, vor allem für Grabanlagen, ist aber immer gesorgt.“ Echte Handarbeit spielt, wie sein Bruder Markus betont, nach wie vor eine Rolle. „Darüber hinaus setzen wir natürlich große Geräte zum Blockschneiden bzw. -schleifen ein bzw. stehen uns diverse Kreissägen sowie viele Handmaschinen zur Verfügung.“
Die beiden Brüder Helmut und Markus Fritzer am Firmengelände in Lienz
Neben dem Inhaber, seiner Gattin Christine, die für Büro- und Verwaltungsarbeiten verantwortlich zeichnet, sowie Helmut und Markus ist auch ein Mitarbeiter im Bereich Gravuren in der Firma beschäftigt. Schon seit einiger Zeit laufen die Vorbereitungen zur Betriebsübergabe. „Meine Neffen, die beide schon seit den 90er-Jahren in der Firma mitarbeiten, sind die Zukunft. Sie werden das Familienunternehmen nach meiner Pensionierung übernehmen und weiterführen“, so Robert Fritzer abschließend.

Text: E. Hilgartner, Fotos: Osttirol Heute