Standortfilm Osttirol: Eine Region zeigt ihr wahres Gesicht!
Am 12.11. fand in Lienz die Premiere des neuen Standortfilms Osttirol statt. Die Region wird als Raum für Nachhaltigkeit, Innovation und einen einzigartigen Lebensstil sowie als authentischer Ort zum Arbeiten und Leben gezeigt.
„Kommen Sie zu uns, wir haben gar nichts.“ Damit hat man im tatsächlich beschaulichen Villgratental einst erfolgreich Tourismuswerbung gemacht. Auf ganz Osttirol als prosperierenden Wirtschafts- und Bildungsstandort und liebenswerten Lebensmittelpunkt gemünzt, müsste es heute allerdings heißen: „Komm zu uns, wir haben alles! Aber eben genau in der richtigen Dosierung.“ Die Themenlandschaft in Osttirol habe sich in den letzten Jahren gewandelt, erklärte INNOS-Geschäftsführer Reinhard Lobenwein einleitend. „2015 lag die Arbeitslosenquote im Schnitt um die 10 Prozent, heute herrscht im Bezirk Lienz annähernd Vollbeschäftigung. Die Hauptaufgabe der INNOS war es damals, Betriebsansiedelungen herbeizuführen, um Arbeitsplätze zu schaffen. Heute ist die Situation so, dass wir uns verstärkt bemühen müssen, Menschen von außerhalb für die Arbeit und das Leben, die Natur und Kultur in Osttirol zu begeistern.“ Genau dazu soll der neue Standortfilm beitragen, der nun unter Moderation von INNOS-Mitarbeiterin Julia Kraler im Lienzer CineX präsentiert wurde.

Film ab!
Der neue Standortfilm wurde von der INNOS GmbH, in Kooperation mit der Wirtschaftskammer, dem Regionalmanagement Osttirol und der Osttiroler Investment GmbH, im Rahmen eines Leader-Projektes auf den Weg gebracht. Er soll den gesamten Bezirk in seiner Vielfalt ins rechte Licht rücken. Aus einer Ausschreibung ging die Salzburger Agentur LOOP rund um Creative Director Ex-VICE Austria-Chefredakteur Markus Lust vor einer Fachjury mit ihrem überzeugenden Pitch als Sieger hervor. Der Fokus lag im Gegensatz zu einem früheren Standortfilm nicht mehr überwiegend auf dem Wirtschaftsraum, sondern gesamthaft auf dem Lebensraum und auf der typischen Mentalität der Menschen, die hier leben und arbeiten. Dementsprechend wird auch der Natur Raum gegeben, die viel zur Lebensqualität beiträgt und die Bevölkerung in dieser Region geprägt hat. Die einstige geografische Abgeschiedenheit hat den Erfindungsreichtum der Osttiroler:innen befeuert. Heute muss man allerdings nur kurz herauszoomen und es wird sofort deutlich, dass sich Osttirol nicht in einer Randlage befindet, sondern vielmehr zentral zwischen München und Venedig gelegen ist.
„Grundsätzlich ging es bei diesem Film um das gelebte Understatement, das die Osttiroler auszeichnet. Wir wollten zeigen, wie verschmitzt und zugleich gewitzt im Bezirk Lienz an die Dinge herangegangen wird. Dieser Film soll die Essenz von Land und Leuten einfangen und transportieren“, informierte LOOP-Kreativdirektor Markus Lust im Rahmen der Premiere. „Wir hatten selten so gute Gespräche, gute Schnäpse und so einen guten Vibe vor Ort wie hier in Osttirol“, lobte er. Markus Lust hat merklich Lust auf Osttirol bekommen. Als Consultant war Exil-Osttiroler und Filmemacher Alexander Papsch-Musikar mit an Bord. „Es war mir ganz besonders wichtig, dass der Bezirk Lienz aus der Außensicht präsentiert wird und wir im Rahmen der Ausschreibung Top-Player aus der Kreativbranche ansprechen konnten“, so der heute in Hamburg lebende Papsch-Musikar. Wolfgang Michor, Schauspieler und Theatermacher, lieh dem Film seine sonore Stimme und legte es ganz bewusst natürlich und authentisch an. „Wenn ich ins Debanttal hineinfahre und bei der Lienzer Hütte ankomme, ist der Akku des E-Bikes leer, der innere Akku aber aufgeladen. Das ist Lebensqualität. Wenn man dann auch noch irgendwo in einen Bergsee hineinspringen kann, dann passt’s schon“, so Michor. „Passt schon“ ist nicht zufällig ein wiederkehrendes Motiv in diesem Film. Apropos Lebensqualität: Von dieser konnte sich auch die neue Loacker Heinfels-Geschäftsführerin Tinneke Gies bereits überzeugen. Sie stammt aus Belgien. „Der Film hat sehr gut all das wiedergegeben, was ich hier in Osttirol vorgefunden habe.“ Gies hat nicht nur in ihrer neuen Funktion bei Loacker viele Pläne, sondern auch privat: „Der erste Dreitausender steht auf dem Programm. Ich werde viel in der Natur sein und bin glücklich, in einer der schönsten Regionen Europas arbeiten und leben zu dürfen.“ Michael Schieben, Strategieentwickler aus Hamburg, brachte den Blick von außen in die Jury ein und meinte in seiner Grußbotschaft: „Wenn Osttirol das halten kann, was der Film verspricht, dann muss man fast nach Osttirol kommen und möglicherweise sogar hier bleiben.“ Der neue INNOS-Beiratsvorsitzende, Extremsportler und Universitätsprofessor Kurt Matzler, appellierte: „Ich lade herzlich dazu ein, diesen Film auf Social Media-Kanälen und in verschiedenen Netzwerken zu teilen. Lassen Sie uns gemeinsam die Besonderheit Osttirols in die Welt tragen.“
Willkommen im Möglichkeitsraum!
Osttirol bietet heute mehr Möglichkeiten denn je, sich zu entfalten und das private wie berufliche Glück zu finden: beruflich in einem vitalen Handwerk, einer prosperierenden Industrie oder einer qualitätsorientierten Tourismuswirtschaft, privat inmitten einer intakten Umwelt und einer Bergwelt, die atemberaubende Ausblicke und Gelegenheit bietet, das ganze Jahr über – ob zu Fuß, am Bike oder auf Skiern – den Kopf freizubekommen. Der Standortfilm mit seinen kurzen Schnitten, seiner authentischen Moderation und den zahlreichen echten Menschen, die vor die Kamera gebeten wurden, zeichnet ein rundes, jedoch nicht weichgezeichnetes oder auf Hochglanz poliertes Bild dessen, was man sich von Osttirol und seinen Menschen erwarten darf. Der Film soll nicht Perfektion vorgaukeln, sondern Authentizität vermitteln.

„What you see is what you get!“ Das liegt in der Natur der Osttiroler: Sie übertreiben nicht gerne. Was es wiegt, das hat’s. „Nit schlecht, nit letz oder (n)et letz“, sagt man hier, wenn etwas schon richtig gut ist. „Passt schon“ heißt es, wenn zur Perfektion nicht mehr allzu viel fehlt. Die meisten Menschen mögen auf den ersten Blick vielleicht etwas introvertiert erscheinen, hinter einer rauen Fassade verbirgt sich allerdings echte Herzlichkeit. Die Osttiroler Lebensart ließe sich auf die Formel: „Weniger reden, mehr leben“ eindampfen. Was nicht bedeutet, dass die Menschen im Bezirk Lienz denkfaul wären. Ganz im Gegenteil macht man sich hier intensiv Gedanken darüber, wie sich die Wirtschaft und das Zusammenleben noch nachhaltiger organisieren lassen. Leben lässt es sich in Osttirol ganz vortrefflich: Die zahlreichen Menschen, die Jahr für Jahr als Gäste herkommen, wissen das!
Ziel dieses Filmprojekt ist es, mehr Menschen dazu zu animieren, Osttirol zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen, hier zu leben und zu arbeiten, sich einzubringen und das, was Osttirol stark macht, noch zu ergänzen. Der Film zeigt in aller Kürze den Bezirk Lienz in all seinen Facetten, und lädt zum Schluss ausdrücklich dazu ein, zum Leben und Arbeiten hierherzukommen. „Wir hätten noch Platz.“ Das ist völlig ernst gemeint. „Kommen Sie zu uns und überzeugen Sie sich selbst davon!“
Wie der neue Standortfilm Osttirol geworden ist? „Passt schon“ wäre noch ein Understatement. Und das ist für Osttiroler Verhältnisse ein richtig großes Kompliment.
Machen Sie sich am besten hier selbst ein Bild: https://youtu.be/5L7gNmb5mH4

Text: Redaktion, Fotos und Video: © Innos