Speichersee soll rasch erweitert werden

Als existenzsicherndes Projekt für die Lienzer Bergbahnen bezeichnet Vorstand Hofstätter die Modernisierung der Beschneiung und die Erweiterung des Speichersees am Zettersfeld.

Bei der Aufsichtsratssitzung der Lienzer Bergbahnen AG am Mittwoch, 3. April 2013, berichtete Vorstand Mag. Klaus Hofstätter dem 15-köpfigen Aufsichtsratsgremium vom Status quo der Erweiterung des Speichersees und der Modernisierung der Beschneiungsanlagen am Zettersfeld. Darin auch enthalten war der Bericht über die Verhandlungen mit der Agrargemeinschaft-Alpgenossenschaft Zettersfeld. „Das letztgültige Angebot der Alpgenossenschaft lautet auf 120.000 Euro Einmalzahlung und 11.000 Euro jährlicher Pacht. Das ist ein sehr mutiges und keckes Angebot der Bauern“, so Hofstätter. Er habe vorgeschlagen, dieses Angebot von den Eigentümervertretern absegnen zu lassen.

Im 15-köpfigen Aufsichtsrat, dem Dkfm. Peter Zinell als Vorsitzender vorsteht, sitzen je fünf Vertreter der Stadt Lienz und des Tourismusverbandes Osttirol. Drei Vertreter wurden vom Betriebsrat der Bergbahnen AG nominiert, zwei Bürgermeister der Zettersfeld-Anrainergemeinden Nußdorf-Debant, Gaimberg und Thurn sind abwechselnd im Aufsichtsrat, derzeit Martina Klaunzer, Bürgermeisterin von Gaimberg, und Bgm. Ing. Andreas Pfurner (Nußdorf-Debant). „Das Angebot wurde akzeptiert, und das ist gut so, weil es kurzfristig keine Alternative zur Erweiterung des Speichersees Lackenboden gibt. Diese und die Modernisierung der Beschneiung sind existenzsichernde Projekte für die Bergbahnen“, betont Vorstand Hofstätter. 4 Mio. Euro kosten die Erweiterung des Speichersees und die Modernisierung der Beschneiungsanlage mit Pumpen, Druckerhöhungsstation, Schneeerzeuger, Schneileitungen etc.. Die Finanzierung teilen sich Stadt Lienz, Tourismusverband Osttirol und Land Tirol.

„Voraussetzung für die Umsetzung ist natürlich, dass die Finanzierung sichergestellt ist, dazu brauchen wir rechtsverbindliche Finanzierungszusagen“, sagt Hofstätter. Als nächsten Schritt wird er die Arbeiten für das Projekt ausschreiben. „Um den 20. April 2013 sollen die Aufträge dann vergeben werden“, so der Bergbahnen-Vorstand abschließend.


Text und Foto: Raimund Mühlburger

04. April 2013 um