Thurner Projekt für Schutzwaldpreis nominiert
Das Schutzwaldprojekt Thurn ist neben dem Projekt Verjüngungsdynamik Tirol für den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia 2015 nominiert – Vergabe am 22. Jänner 2016.
Zum zehnten Mal vergibt die ARGE Alpenländische Forstvereine bereits den Alpinen Schutzwaldpreis Helvetia. Unter den zehn nominierten Projekten aus Österreich, der Schweiz, Bayern und Südtirol befindet sich auch das Schutzwaldverbesserungsprojekt Thurn. Aufgrund der Überalterung der Objektschutzwälder oberhalb der Gemeinde wurde in der Talbodengemeinde ein Projekt ausgearbeitet und ab 1991 mit der Umsetzung begonnen. Wegen mehrerer großflächiger Windwürfe war nach intensiven Schneefällen Ende 2008 sogar ein Teil des Siedlungsgebietes durch Lawinen gefährdet. Intensive Aufforstungen und eine entsprechende Wildbestandsregulierung haben dazu geführt, dass nach wenigen Jahren die ehemaligen Windwurfflächen wieder mit bis zu sechs Meter hohen Fichten, Lärchen und Laubhölzern bewachsen sind. Durch diese Maßnahmen ist heute die Lawinengefahr für das Siedlungsgebiet in Thurn gebannt.
Das Projekt Verjüngungsdynamik Tirol ist das zweite für den Schutzwaldpreis nominierte Projekt aus Tirol.
Der Alpine Schutzwaldpreis Helvetia will das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzwaldes fördern. Seit 2014 ist die Versicherungsgruppe Helvetia Hauptsponsor. Mit ihrer Teilnahme an der Preisverleihung unterstreichen Politikerinnen und Politiker die wichtige Funktion gesunder Schutzwälder – insbesondere auch als Schutz vor Naturgefahren. Dabei sind Schutzwälder oft kostengünstiger, ökologischer und langfristiger als technische Verbauungen.
Die Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises Helvetia 2015 erfolgt am 22. Jänner 2016 in Toblach.
Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Tiroler Forstverein


