Schindel&Holz: Erfolgreiches Jahr mit Umsatzsteigerungen

Der Verein OSPA lud am Donnerstag, 25. Jänner, zur Generalversammlung. Uwe Ladstädter wurde für die nächste Periode wieder zum Obmann gewählt.

„Ich freue mich sehr, dass der Betrieb harmoniert und dass wir für 2017 hervorragende Zahlen präsentieren können. Für mich bedeutet es nie Mühe oder Anstrengung, hierher zu kommen, sondern es ist mir ein Bedürfnis, mich regelmäßig mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu treffen“, so Obmann Uwe Ladstädter bei der Generalversammlung des sozialökonomischen Betriebes „Schindel & Holz“ einleitend. Mit der Tischlerei, dem Mobilservice und der Umweltwerkstatt betreibt der Verein OSPA in Lienz/Peggetz insgesamt drei Betriebe. „Die positive wirtschaftliche Entwicklung, die sinkenden Arbeitslosenzahlen und der Aufschwung im Baunebengewerbe kommen unserem Betrieb sehr entgegen. So können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken“, so Geschäftsführer René Ladstätter zu Beginn seines Berichtes.

Obmann Uwe Ladstädter: „Bei Gründung vor 25 Jahren hätte sich niemand gedacht, dass sich der Betrieb so gut entwickeln würde. Die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer hat sich sehr verbessert. Andere Tischlereien sehen uns nicht mehr als Konkurrenz, sondern als Partner. Insbesondere mit der Tischlerei Forcher verbindet uns eine ausgezeichnete Partnerschaft. Nicht gelungen ist uns bisher, genügend Parkplätze vor allem für unsere Kunden aufzutreiben. Hier gilt es, entsprechende Regelungen mit unseren Nachbarn zu treffen.“

Die selbst erwirtschafteten Erträge mit ca. 759.000 Euro in der Tischlerei, rund 287.000 Euro im Mobilservice und knapp 256.000 Euro in der Umweltwerkstatt lagen weit über Plan. „Allein in der Tischlerei konnten wir den Umsatz in den letzten fünf Jahren um fast 200.000 Euro steigern“, so der Geschäftsführer. Die größten Kunden der Tischlerei waren 2017 die Arbeiterkammer (Umbau/Hausmeisterservice), die Firma Diogenes (Geschenkartikel), die Firma „Ganz in der Musik“ (Artikel für Musikschule) und das Tiroler Friedenswerk.

Geschäftsführer René Ladstätter: „Ziel unserer Betriebe ist es, zu wachsen, um die Eigenerwirtschaftungsquote zu steigern und damit die Subventionen zu verringern.“

63 Arbeitskräfte sind aktuell bei „Schindel & Holz“ beschäftigt, davon etwa 40 Transitarbeitskräfte, die vom AMS zugewiesen werden. Das AMS fordert eine Eigenerwirtschaftungsquote von 30%. Den Rest der Kosten finanziert das AMS mit 80% und das Land Tirol mit 20%. „Die Eigenerwirtschaftungsquote war 2017 in der Tischlerei mit 55,36% besonders hoch, in allen drei Betrieben zusammengerechnet betrug sie 45,85%“, so René Ladstätter. „120 Personen waren 2017 auf Transitarbeitsplätzen beschäftigt. Die Anzahl der vom AMS zugewiesenen Arbeitskräfte sinkt, und wir haben zeitweise schon Schwierigkeiten, die frei werdenden Stellen zu besetzen. Wir sind aber froh, dass die Vermittlungsquote stetig steigt“, so Personalentwickler Hans Schantl. Die Vermittlungsquote zeigt, wie viele Arbeitskräfte in den „ersten Arbeitsmarkt“ vermittelt werden konnten. 52% waren es 2017 in der Tischlerei, 40% im Mobilservice und 18% in der Umweltwerkstatt.

OSPA-Obmann Uwe Ladstädter mit Vorarbeiter Richard Schneider in der Tischlerei

Bei den Neuwahlen – es gab nur einen Wahlvorschlag – wurde Uwe Ladstädter wieder zum Obmann gewählt. Barbara Perfler-Leiter, Peter Thum und Marianne Rabensteiner schieden aus dem Vorstand aus. Besonderer Dank wurde Marianne Rabensteiner für ihre langjährige Tätigkeit als Schriftführerin ausgesprochen. Neu in den Vorstand bestellt wurden Gerlinde Kieberl und Claudia Kopf. Franz Themessl bleibt weiter Obmann-Stv. und Hans Linder Kassier.

 

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Osttirol heute/Mühlburger, Martin Lugger

26. Januar 2018 um