Schadholz soll rasch aufgearbeitet werden

Rund 20 000 Festmeter Schadholz haben die starken Schneefälle zu Weihnachten hinterlassen – Land und BFI unterstützen Waldbesitzer bei der Aufarbeitung.

Die massiven Schneefälle ab dem Stephanstag 26. Dezember haben in Osttirol nicht nur zahlreiche Stromleitungen für einige Zeit unterbrochen, sondern auch eine große Menge an Schadholz hinterlassen. „Der Schneedruck war durch den Nassschnee so groß wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Hinzu kam, dass der Boden nicht gefroren war, und so die Bäume samt der Wurzel umgeworfen wurden“, erklärt dazu Bezirksforstinspektor DI Hubert Sint. Er schätzt, dass im Bezirk ca. 20 000 Festmeter Schadholz angefallen sind. Der Schwerpunkt der Schäden war im Drautal, im Lesachtal und im Villgratental, aber auch der Lienzer Talboden, das vordere Iseltal von Lienz bis St. Johann im Walde und das Defereggental sind von den Schäden an den Waldbeständen betroffen. „Auch die weit verstreuten Einzelschäden bedeuten eine große Herausforderung für die Waldbesitzer und die von ihnen für die Aufräumungsarbeiten beauftragten Firmen und Personen“, sagt der Bezirksforstinspektor.

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DI Hubert Sint, Leiter der Bezirksforstinspektion Osttirol: „Ein zügiges Aufräumen des Schadholzes verhindert, dass Brutmaterial für den Borkenkäfer entsteht.“

Er plädiert trotzdem an die Waldbesitzer, zügig an der Beseitigung des schadhaften Holzes zu arbeiten und sagt die volle Unterstützung der Bezirksforstinspektion zu. „Die Waldaufseher und unsere Mitarbeiter unterstützen die Waldbesitzer bei den Aufräumungsarbeiten, wo es nur geht. Das Land Tirol zahlt eine Förderung von 11 Euro pro Festmeter Schadholz im Schutzwald aus“, erklärt Sint. Werden die schadhaften Bäume nicht bis zum Beginn des Sommers aufgearbeitet, bestehe die Gefahr, dass sich der Borkenkäfer ausbreitet. „Ein Borkenkäfer-Paar produziert bis zu 60 000 Käfer. Der Schädling ernährt sich vom Bast zwischen Stamm und Rinde. Durch die Beseitigung des Schadholzes aus dem Wald kann die Vermehrung des Borkenkäfers vermieden werden“, so der Bezirksforstinspektor.

Bei der Aufarbeitung von Schadholz würden erfahrungsgemäß mehr Forstunfälle passieren als bei der sonstigen Waldarbeit. „Forstfacharbeiter haben das beste Wissen – auch was die Sicherheit betrifft. Entsprechende Kurse werden in Rotholz und in Ossiach angeboten“, so Hubert Sint abschließend.

Text: Raimund Mühlburger, Fotos: Brunner Images, R. Mühlburger

16. Januar 2014 um