Rosenheimer Holzbaupreis: Tristacher Doppelhaus prämiert
Das Haus UP holte in der Kategorie „Öffentlicher und privater Wohnbau“ den 2. Platz. Geplant wurde es von DI Hannes Unterluggauer, errichtet von Holzbau Lusser aus Heinfels.
Gleich mehrere Tiroler Projekte konnten sich beim 6. Rosenheimer Holzbaupreis, eine Initiative von RosenheimKreis e.V. – Architektur im Gespräch, unter den insgesamt 64 Einreichungen an die Spitze setzen.
Der Wettbewerb mit grenzüberschreitendem Zulassungsbereich für Holzbauten aus Südbayern, Tirol und Salzburg wird seit 2006 im 4-Jahresrhythmus mit großem Erfolg durchgeführt. Dabei machte der Tiroler Holzbau auch über Tirols Grenzen hinaus eine gute Figur.
Geplant von DI Hannes Unterluggauer von „bauwerk Immobilien“ aus Innsbruck und ausgeführt von Holzbau Lusser aus Heinfels wurde das Doppelhaus UP in Tristach mit dem 2. Platz in der Kategorie „Öffentlicher und privater Wohnungsbau” prämiert. Besonders schwierig war das zu bebauende Grundstück. Die Lösung fand sich in zwei Einzelbauten, die als schlanke Holzkonstruktionen raumökonomisch ausgebildet sind und sich zugleich zu einer ästhetischen Einheit verbinden.
Die Aufstockung der HTL Bau und Design in Innsbruck wurde mit dem 1. Platz in der Kategorie „Öffentlicher Bau und Gewerbe“ ausgezeichnet. Foto: David Schreyer
Die von dem Innsbrucker Architekturbüro ao-architekten geplante Aufstockung der HTL Bau und Design in Innsbruck wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie „Öffentlicher Bau und Gewerbe“ ausgezeichnet. Die Erweiterung des Schulkomplexes ist in mehrerlei Hinsicht beispielgebend. Die Tragwerksplanung bei diesem Projekt steuerte der Tiroler Experte DI Alfred Brunnsteiner bei.
Dieses Mehrgenerationenhaus in Trins wurde mit dem 1. Platz des Publikumspreises ausgezeichnet. Foto: Michael Flach
Auch den ersten Platz des Publikumspreises konnte ein Tiroler Projekt für sich beanspruchen. Er ging an den sanierten und in ein Mehrgenerationenhaus umgebauten Bauernhof in Trins im Gschnitztal. Der über Jahre leerstehende Hof war in einem sehr schlechten Zustand. Der ausdrückliche Wunsch des Bauherrn bei der Sanierung war es, dieses Objekt möglichst umfangreich in seinem Bestand zu erhalten und den baufälligen Bereich der Scheune bis auf die Südfassade durch eine energieeffiziente Neukonstruktion in Holzbauweise zu ersetzen. Die Planung und Tragwerksplanung erfolgte von den Hausherren Michael und Sylvain Flach. Ausgeführt wurde das Projekt von Schafferer Holzbau aus Navis.
Text: Redaktion, Fotos: Gabriele Prantner, David Schreyer, Michael Flach



