RMO: „Regionen sind auch nur Menschen!“

Das Regionsmanagement Osttirol zog am 27.2. im Rahmen der Generalversammlung Bilanz – der neue Geschäftsführer, DI Michael Hohenwarter, gab einen Ausblick auf 2013.

Das Regionsmanagement ist ein Verein, der von den Mitgliedern – alle 33 Osttiroler Gemeinden, Landwirtschaftskammer, Wirtschafts- und  Arbeiterkammer, Osttirol Werbung, Nationalpark Hohe Tauern, Osttirol Invest GmbH und diversen Banken – getragen wird. Am Mittwoch, 27. Feber 2013, wurde bei der Generalversammlung in der Liebburg in Lienz Bilanz über das Jahr 2012 gezogen. Geprägt war das vergangene Jahr vor allem auch vom Wechsel in der Geschäftsführung – Mag. Helene Brunner übernahm mit Jahresende die Agenden der Verwaltungsdirektorin im Bezirkskrankenhaus Lienz, ihre Nachfolge trat mit 7. Jänner 2013 DI Michael Hohenwarter an.

„Nachdem ich Raumplanung studiert habe, war es immer schon mein Wunsch, im Regionsmanagement arbeiten zu können. Nach meinem Studium war ich in der Standort- und Tourismusberatung sowie für 3½ Jahre selbstständig im Bereich der nachhaltigen Entwicklung in Lienz tätig“, stellte sich der gebürtige Kärntner, DI Michael Hohenwarter, vor.

„In fast allen Osttiroler Gemeinden wurden 2012 Projekte umgesetzt, vor allem im Bereich unserer Schwerpunktthemen Energie, Mobilität und Bildung. Grenzüberschreitende Interreg-Kleinprojekte sind für Schulen und Vereine nach wie vor interessant“, berichtete RMO-Obmann Bgm. Erwin Schiffmann. 2013 sei ein Jahr des Übergangs, die Programmperiode 2007 bis 2013 laufe mit Ende des Jahres aus, und so seien der neue Geschäftsführer und sein Team neben der Abwicklung der laufenden Projekte mit der Ausarbeitung des regionalen Strategieplanes für die nächste Periode 2014 bis 2020 voll beschäftigt.

„Wir haben während meiner Zeit als Geschäftsführerin viele Projekte realisiert, das RMO alleine könnte aber ohne die Trägerorganisationen, die Partner und vor allem die vielen Ehrenamtlichen nichts erreichen“, zog Mag. Helene Brunner eine positive Bilanz ihrer Arbeit für das RMO.  Sie sprach auch die Abwanderung und die negative demografische Bevölkerungsentwicklung im Bezirk Lienz an. „Die Frage ist, wie wir Osttirol neu denken können. Heutzutage träumen viele vom Idyll am Land, wollen aber dann in der Stadt leben, wo die gesamte Palette an Infrastruktureinrichtungen zur Verfügung steht. Das RMO kann unterstützend bei der Schaffung von gemeindeüberschreitender Infrastruktur und bei der Vernetzung wirken“, so Brunner.

Auch der neue Geschäftsführer ging in seinem Ausblick auf die Problematik der negativen Bevölkerungsentwicklung in Osttirol ein. „Die Frage ‚Was können wir dagegen tun?‘ ist zwar wichtig, ich will mich aber in meiner Arbeit auf Fragestellungen wie ‚Was wollen wir als Region und wofür stehen wir?‘, ‚Wie können wir die Energie der Menschen entfalten und diese Kräfte bündeln?‘ konzentrieren“, so Hohenwarter. Das RMO sei die richtige Plattform, um Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Interessen und Fähigkeiten zu vernetzen. „Regionen sind auch nur Menschen“, betonte der RMO-Geschäftsführer. Das Ende der LEADER-Förderperiode sehe er als Chance, dass sich Osttirol neu bewirbt, und er wolle dazu beitragen, dass dieser Prozess optimal genutzt werde.

Im Herbst 2014 wird in Osttirol ein LINC-Kongress (LEADER Inspired Network Community) stattfinden, bei dem sich 250 LEADER-Manager aus ganz Europa zum Wissens- und Erfahrungsaustausch, kombiniert mit sportlichen Aktivitäten, treffen. Als Vertretung Osttirols besuchte RMO-Mitarbeiterin Gina Streit im Juni 2012 die Veranstaltung in Tartu/Estland. Heuer wird die LINC-Konferenz in Finnland stattfinden. „Eine Delegation aus Osttirol wird sich im Juni den Kongress in Skandinavien anschauen. Wir werden alles versuchen, um gemeinsam mit unseren Touristikern Osttirol als Veranstaltungsort möglichst attraktiv in Szene zu setzen“, so Michael Hohenwarter abschließend.

Text und Foto: Raimund Mühlburger

28. Februar 2013 um