RGO: Umsatzsteigerung und über 1 Mio. Euro Gewinn

Über viel Positives berichtete die RGO-Führung bei ihrer 71. Vollversammlung am 5. April 2013. Höhepunkt im Jahr 2012 war die Eröffnung des neuen Agrarzentrums.

Als „Gebot der Stunde“ bezeichnete ÖR Ing. Franz Ganeider, Obmann der Raiffeisengenossenschaft Osttirol (RGO), bei der 71. Vollversammlung am Freitag, 5. April 2013, die organisierte genossenschaftliche Selbsthilfe in Zeiten mit schwierigem wirtschaftlichem Umfeld. In Osttirol würden die Chancen von Gemeinschaften erstaunlich gut genutzt. „Neben dem Maschinenring werden auch die Aufgaben der RGO in Zukunft noch zunehmen und die Bedeutung von genossenschaftlicher Organisation steigt“, sagte der Obmann. Als Höhepunkt des Genossenschaftsjahres 2012 bezeichnete er die Eröffnung des neuen Agrarzentrums an der B100 in Lienz/Peggetz mit Viehmarktzentrum und RGO-Arena. „Die Eröffnung im April mit länderübergreifender Fleckviehschau und rund 6 000 Besuchern war ein großer Erfolg. Dominant und elegant, einfach und behaglich präsentiert sich unser neues Veranstaltungszentrum, und die Jugend sagt uns, dass es cool sei“, freute sich Ganeider.

Mit der Übersiedlung der Verwaltung, der Bezirkslandwirtschaftskammer und des Haus- und Gartenmarktes vom Stammsitz in der Josef-Schraffl-Straße in das neue Areal habe man keine Eile. „Unser Unternehmen besitzt in der Stadtmitte ca. 25 000 m² gut ausgeformten Grund. Voraussichtlich werden wir in zwei bis drei Jahren in das neue Agrarzentrum übersiedeln. Es ist jedoch weder bezüglich der Veräußerung von Grundstücksteilen Eile noch in finanzieller Hinsicht Handlungsbedarf geboten“, so Ganeider.

Dir. DI Thomas Diemling: „In Sillian gestaltet sich die Planung eines neuen Lagerhaus-Standortes als eher schwierig, weil wir für das alte Gelände beim Bahnhof erst einen Nachmieter finden müssen und an der B100 zu wenig Grund für ein Gesamtprojekt mit Tankstelle vorhanden ist.“

Auch RGO-Direktor DI Thomas Diemling ging zu Beginn seines Berichtes auf das neue Agrarzentrum ein. „Wir haben in den Jahren 2011 und 2012 fast 5 Mio. Euro in dieses Projekt investiert und konnten den Kostenrahmen einhalten. Im Vorfeld hätten wir uns nie träumen lassen, dass wir das neue Zentrum an der B100 fertig stellen können, ohne einen Quadratmeter Grund zu verkaufen“, zeigte sich der Direktor stolz. Die Bankverbindlichkeiten konnten von 9,5 Mio. im Jahr 2011 auf 8,6 Mio. Euro am Ende des Jahres 2012 gesenkt werden. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum von 48,5 Mio. auf 53,4 Mio. Euro für das Gesamtunternehmen inklusive RGO Bau GmbH.. „Die größte Steigerung konnten wir im Geschäftsfeld Energie mit über 30% Zuwachs verbuchen. Einzig im Maschinenhandel war die Entwicklung leicht rückläufig“, berichtete Diemling. Die RGO konnte im vergangenen Jahr über 1 Mio. Euro Gewinn ausweisen, davon wurden 451.000 Euro in der RGO Bau GmbH. erwirtschaftet. „Mit 1,9% Gewinn in Relation zum Umsatz konnten wir unser Ziel für das Gesamtunternehmen auch bei dieser Kennzahl eindeutig erreichen“, so Diemling.

Alls wichtiges Projekt für die Zukunft nannte der RGO-Direktor die Übersiedlung des Haus- und Gartenmarktes, der Verwaltung und der Bezirkslandwirtschaftskammer an den neuen Standort in Lienz/Peggetz. „Wegen nötiger Umwidmungen und Änderungen bei Raumordnungskonzepten könnte sich diese Verlegung um ein bis zwei Jahre verzögern“, schätzt er. Für den Standort in Matrei soll bis 2014 ein fertiges Projekt eines modernen Lagerhaus-Standortes mit Tankstelle und Café am Tisch liegen, in Sillian ist die Zusammenfassung des alten Standortes am Bahnhof mit der Tankstelle an der B100 geplant, und der Bereich Landtechnik in Lienz soll erweitert werden. „Beim Mischfutterwerk könnten sich zusätzliche Absatzchancen ergeben, dazu müssten wir die Siloanlage allerdings aufwändig umrüsten. Die RGO Bau GmbH. wollen wir so erweitern, dass wir zu einem Komplettanbieter im Bereich Sanieren und Renovieren werden“, blickte Thomas Diemling abschließend in eine positive Zukunft für das Unternehmen RGO.

Text: Redaktion, Fotos: H. Kraner

08. April 2013 um