RGO: Rückblick auf ein gutes Jahr 2014
Der Konzern der Raiffeisen Genossenschaft Osttirol konnte im letzten Jahr ein Umsatzplus von 2,8% und eine Gewinnsteigerung um 5,2% auf 1,1 Mio. Euro erzielen.
Trotz der allgemein wenig zufriedenstellenden Rahmenbedingungen und angesichts des Schwächelns der österreichischen Wirtschaft konnten die Verantwortlichen der Raiffeisen Genossenschaft Osttirol (RGO) bei der 73. Generalversammlung am Freitag, 10.4.2015, eine durchaus positive Bilanz über das vergangene Geschäftsjahr ziehen. RGO-Obmann Franz Ganeider, der die Begrüßung der zahlreich erschienenen Ehrengäste (u.a. Bezirksbäuerin Michaela Pitterl, die Gaimberger Bürgermeisterin Martina Klaunzer, die beiden Landtagsabgeordneten Josef Schett und Martin Mayerl, der neue Direktor des Raifeisenverbandes Tirol, Peter Sapl, Revisor Markus Kraler, LW-Kammerobmann Konrad Kreuzer, WK-Bezirksstellenleiter Reinhard Lobenwein, LLA-Direktor Alfred Hanser, Maschinenring-Obmann Hans Gumpitsch, RLB Lienz-Direktor Karl Brunner und RLB Sillian-Prokurist Josef Fürhapter) und vielen Mitglieder vornahm, fasste dies so zusammen: „Angesichts der Wirtschaftslage in Österreich ist die Raiffeisen Genossenschaft Osttirol gefordert. Insgesamt betrachtet befinden wir uns aber auf einem sehr guten Weg.“
Franz Ganeider ging in seiner Ansprache auch auf die jährlichen November-Ortsversammlungen der RGO ein. „Die von unseren Eigentümern dort diskutierten wichtigen Themen waren 2014 v.a. die Situation der Molkerei in Lienz und die Grundstückssituation im genossenschaftlichen Besitz. Zur Molkerei ist zu sagen, dass wir kein Interesse an einer Übernahme haben. Das finanzielle Risiko ist zu hoch. Unser Bestreben ist deshalb eine vernünftige Zusammenarbeit mit der Tirol Milch/Berglandmilch. In Hinsicht auf die Frage der Grundstückssituation im RGO-Areal in der Stadtmitte beschäftigen wir uns nicht mit dem Verkauf, sondern viel eher mit dem Gedanken, selbst vor Ort zu investieren und vlt. ein interessantes Projekt zu realisieren.“
Dir. Thomas Diemling: „Im Unternehmen waren 2014 im Jahresdurchschnitt 151,6 MitarbeiterInnen beschäftigt. Damit ist der Personalstand im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen.“
RGO-Direktor Thomas Diemling ging in seinem Bilanz-Bericht auf den Geschäftsverlauf und die wirtschaftliche Lage des Unternehmens RGO ein: „Das operative Jahresergebnis 2014 ist höchst erfreulich und auch die Vermögens- und Ertragslage gestaltet sich vorbildlich!“ Thomas Diemling nannte als markante Konzerndaten den Gesamtjahresumsatz von 54,3 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote von 52,4% und den Konzernjahresgewinn von 1,1 Mio. Euro. In den einzelnen Sparten sei die Entwicklung sehr unterschiedlich verlaufen: Während der Umsatz in der RGO Lagerhaus GmbH, im Bereich Technik und HG-Markt gesteigert werden konnte, musste man in den Geschäftsfeldern Energie, Vieh und Agrar aufgrund gesunkener Preise ein Minus hinnehmen. Insgesamt sei die RGO, so Diemling weiter, im Jahr 2014 der größte Ankäufer landwirtschaftlicher Produkte im Bezirk gewesen. Man habe über 25.000 Stück Vieh, über 2 Millionen kg Kartoffeln und rd. 36.000 kg Wolle vermarktet.
Der RGO-Direktor nahm in seiner Ansprache auch auf die neue organisatorische Struktur im Konzern Bezug: „Zum Jahresende wurden die Geschäftsbereiche der RGO neu organisiert. Im Dezember 2014 haben wir die RGO Bau GmbH in RGO Lagerhaus GmbH umbenannt. Zum Bilanzstichtag wurden die Vorräte der Sparten Energie, HG-Markt und Technik an diese Firma verkauft. Ab 2015 wird das Geschäft dieser Bereiche nun in der Tochterfirma abgewickelt. Über die Genossenschaft vertreiben wir nun nur mehr die landwirtschaftlichen Sparten Agrar und Vieh.“ Als Gründe für die Neustrukturierung nannte Thomas Diemling neben Kosteneinsparungen v.a. die Risikominimierung in der Genossenschaft und die bessere Trennung zwischen genossenschaftlichen und kommerziellen Sparten.
2015 will man von Seiten der RGO-Verantwortlichen beharrlich am nächsten großen Investitionsvorhaben, der Weiterentwicklung des Agrar-Zentrums rund um die RGO-Arena in Lienz Ost festhalten. Die Stadtgemeinde werde den Bebauungsplan und die Widmung bald fertigstellen, und man verlasse sich, so der RGO-Direktor, auf die Zusage der Lienzer Bürgermeisterin, dass man spätestens im April 2016 mit den Bauarbeiten beginnen kann.
Text: E. Hilgartner, Fotos: Osttirol Journal/Kraner

