Rekultivierung nach Virger Mure abgeschlossen
Nach der Verwüstung der Virger Felder durch die Mure vom 4. August 2012 haben die 20 Landwirte gemeinsam mit der Agrar Lienz die Felder wieder vollständig rekultiviert. Die Murenkatastrophe hat auf den Virger Feldern und Fluren zunächst ein Bild der Verwüstung zurückgelassen. Rund 18 Hektar landwirtschaftliche Flächen wurden mit Schlamm und Geröll verschüttet, auch an Schuppen, landwirtschaftlichen Geräten und Maschinen entstanden teilweise beträchtliche Sachschäden. Im Sommer haben sich die 20 geschädigten Landwirte für ein gemeinschaftliches, grundstückübergreifendes Aufräumen in Zusammenarbeit mit der Agrar Lienz und der Gemeinde Virgen entschieden. LH-Stv. und Agrarreferent ÖR Anton Steixner stellte dafür auch Mittel des Landes in Aussicht. Im September wurde dann mit den Rekultivierungsarbeiten begonnen, Tonnen von Erdmassen wurden verfrachtet, Steine und Geröll verliefert und untergebaut und die Felder abschließend wieder mit einer ausreichenden Humusdecke versehen. „Für die Rekultivierungsarbeiten gab es klare Regeln und Richtlinien, zudem sorgte eine örtliche Arbeitsgruppe dafür, dass die Interessen aller Grundstückseigentümer berücksichtigt wurden“, so Ortsbauernobmann und Vizebürgermeister Wolfang Gasser.
„Die grundstücksübergreifende Vorgangsweise war wohl die effizienteste, schnellste und kostengünstigste“, freute sich auch Bgm. Ing. Dietmar Ruggenthaler über das Gemeinschaftsprojekt der Virger Bauern, das vor Kurzem abgeschlossen wurde. Einige Restarbeiten – wie Einsaat, Wiederherstellung von Zäunen etc. – werden noch im kommenden Frühjahr durchgeführt. Eine einwandfreie Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen ist in Virgen nun wieder sichergestellt.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: Franz Holzer