Regionsmanagement Osttirol zieht Bilanz: Millionen für Projekte und neue Impulse
Das RMO zog bei der Generalversammlung in der Lienzer Sparkasse eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr und präsentierte neue Impulse für die regionale Entwicklung – inklusive zusätzlicher Fördermittel für die nächsten zehn Jahre.
Im Zeitraum 2023 bis 2025 wurden im Rahmen der europäischen Förderprogramme LEADER und INTERREG/Dolomiti Live insgesamt 63 Vorhaben begleitet. Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf rund 4,7 Mio. Euro, dafür konnten 3,2 Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt werden.
Ergänzend dazu wurden über das Sonderförderungsprogramm Natura 2000 Region Isel, das aus Mitteln des Landes Tirol finanziert wird, im Zeitraum 2016 bis 2025 insgesamt 219 Vorhaben umgesetzt. Diese weisen ein Gesamtvolumen von rund 107 Mio. Euro auf, wobei 8 Mio. Euro an Fördermitteln bewilligt wurden.
Neben dem Bericht des Obmanns Bgm. Dietmar Ruggenthaler und des Geschäftsführers Philipp Schlemmer standen bei der Generalversammlung auch der Jahresabschluss 2025, das Budget für 2026 sowie aktuelle Entwicklungen der Regionalpolitik auf der Tagesordnung.

Das Regionsmanagement Osttirol versteht sich als zentrale Plattform für regionale Zusammenarbeit und als Schnittstelle zwischen Gemeinden, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Förderstellen. Ziel ist es, regionale Stärken zu bündeln, Kooperationen zu fördern und nachhaltige Entwicklungsimpulse für den Bezirk Lienz zu setzen.
Gleichzeitig setzt das RMO eigene thematische Schwerpunkte. Dazu zählen insbesondere Initiativen in den Bereichen Mobilität, Freiwilligenpartnerschaft, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Gleichstellung sowie Maßnahmen zur Leerstandsaktivierung und Ortskernentwicklung. In diesen Themenfeldern wird gemeinsam mit Gemeinden, Organisationen und regionalen Partnern daran gearbeitet, neue Projekte anzustoßen, Kooperationen zu stärken und innovative Lösungen für aktuelle Herausforderungen zu entwickeln.
v.l.n.r.: Referent Martin Traxl (Abteilung Landesentwicklung Land Tirol), Obmann Bgm. Dietmar Ruggenthaler, Geschäftsführer Philipp Schlemmer
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorstellung des neuen Regionalwirtschaftlichen Programms Osttirol 2026–2036, das zusätzliche wirtschaftliche Impulse für die Region setzen soll. „Gerade in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, technologischer Veränderungen und klimatischer Herausforderungen wird deutlich, wie wichtig starke regionale Netzwerke und innovative Ideen sind“, betonte der Obmann. „Mit dem neuen Regionalwirtschaftlichen Programm ist es uns als Region gelungen, 20 Mio. Euro an Fördermitteln für die nächsten zehn Jahre nach Osttirol zu holen. Gleichzeitig zeigt die Vielzahl an Projekten und Initiativen, welches Potenzial in unserer Region steckt.“
Über aktuelle Entwicklungen der Regionalentwicklung aus Sicht des Landes Tirol informierte Martin Traxl von der Abteilung Landesentwicklung. „Land und Regionen stehen vor großen Herausforderungen. Im Umgang damit zeichnen sich Regionen als proaktive Gestalter und Umsetzer von neuen Lösungen aus. Sie leisten einen gewichtigen Beitrag für eine zukunftsgerichtete Entwicklung des Landes. Tirol setzt auf diese verlässliche Partnerschaft mit den Regionen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, Mehrwert zu schaffen.“
Jahresbericht 2025: www.rmo.at/ueber-uns/jahresbericht
Text: Redaktion, Fotos: RMO/Elias Bachmann


