Gottfried Walder für Tierschutz ausgezeichnet
Im Fokus des Tierschutzpreises der Tiroler Landwirtschaftskammer standen heuer die Pferdehalter – Gottfried Walder aus Strassen erhielt den Preis für den Bezirk Lienz.
Die Auszeichnung ist österreichweit einzigartig und soll die Leistungen der Tiroler landwirtschaftlichen Betriebe in tierschutzrechtlichen Belangen vor den Vorhang holen. Zum vierten Mal wurde heuer dieser Tierschutzpreis von der Landwirtschaftskammer vergeben – die Pferdehalter standen diesmal im Mittelpunkt. 58 bäuerliche Einstell- und Zuchtbetriebe haben sich der strengen Auswahl gestellt; jene Betriebe, die in die engere Auswahl kamen, wurden von einer unabhängigen Jury einem genauen fachlichen Lokalaugenschein unterzogen. Dabei wurden Kriterien, wie pferdegerechte Fütterung sowie Auslauf- und Weidemöglichkeiten, zur Unterscheidung zwischen guten und besseren Betrieben berücksichtigt. „Letztlich überzeugten uns acht Tiroler Pferdehalter aufgrund ihrer außerordentlichen und kreativen Leistungen im Bereich des Tierschutzes. Im Sinne der Fairness und angesichts der unterschiedlichen Betriebsformen konnten wir bei der diesjährigen Ehrung keinen einzelnen Landessieger festlegen“, zeigt Landwirtschaftskammer-Präsident Ing. Josef Hechenberger die komplexen Rahmenbedingungen auf.
Im Bezirk Schwaz wurde Birgit Bichler ausgezeichnet, im Bezirk Kitzbühel wurde der Tierschutzpreis an Sonja und Georg Wieser verliehen. Der Norikerzüchter und Hengsthalter Gottfried Walder aus Strassen wurde als einziger Osttiroler dafür ausgezeichnet, dass er sich in seinem Betrieb weit über die Mindeststandards hinaus um den Tierschutz bemüht und damit Vorbildwirkung für andere Pferdehalter hat. „Wir wollen keine Schein-Landwirtschaft, sondern ehrliche Praxis. Neben den Tieren profitieren auch die Bauern durch höhere Wirtschaftlichkeit im Stall“, betonte Hechenberger den hohen Stellenwert des Tierschutzes in der Tiroler Landwirtschaft.
Text: Raimund Mühlburger, Foto: LK Tirol/Schießling