Paternwirt investierte 2,5 Mio. Euro im Lesachtal
Eva-Maria und Gabriel Obernosterer sind ein Gastwirte-Ehepaar mit Zukunftsvisionen. Ihren Traditionsgasthof Paternwirt haben sie zum 4-Sterne-Hotel ausgebaut.
Es gibt Orte, Berge und Täler, von denen Menschen behaupten, sie seien etwas ganz Besonderes. Von einem solchen „Kraftplatz“ sprechen Einheimische wie Urlauber, wenn sie auf das Kärntner Lesachtal Bezug nehmen. In dem alpinen Hochtal liegt der alte Wallfahrtsort Maria Luggau. Und hier findet man auch das 4-Sterne-Haus Paternwirt, in dem sich Tradition und Moderne zu einem perfekten Ort der Gastlichkeit verbinden. Schon die Patres im nahegelegenen Kloster wussten, was gut für Körper, Geist und Seele ist. Auf sie geht auch der Name des „Paternwirtes“ zurück, dessen Ursprünge im 17. Jahrhundert zu finden sind. Damals errichteten die Grafen von Porcia hier einen Gasthof und machten das Gebäude dem Kloster von Maria Luggau zum Geschenk.
Später wechselten die Besitzer, bis Anna und Anton Obernosterer den Gasthof im Jahre 1972 erwarben. Seitdem ist der Paternwirt ein echter Familienbetrieb und wird inzwischen schon in der dritten Generation von Gabriel Obernosterer und seiner Frau Eva-Maria geführt. Nach reichlichem Überlegen und sorgfältiger, mehrjähriger Planung entschloss sich das junge Gastwirte-Ehepaar im Jahr 2016 dazu, ein großzügiges Investitionsvorhaben umzusetzen. Zweieinhalb Millionen Euro flossen in den vergangenen Monaten in das Aus- und Umbauprojekt, das am 16. Juni 2017 im Rahmen einer großen Eröffnungsfeier seiner Bestimmung übergeben werden konnte.
„Wir haben den altehrwürdigen Paternwirt rundum erneuert“, betont Gabriel Obernosterer. Er erzählt, dass es ihm und seiner Frau, aber auch der gesamten Familie sehr wichtig war, trotz aller Modernisierungen den Charakter des Dorfgasthofes zu erhalten. „Seit Oktober 2016 liefen die Bauarbeiten. Vom früheren Hauptgebäude blieb nur das Mauerwerk erhalten, die alten Balkone wurden als Gestaltungselemente in die neuen Zimmer integriert. Deren Zahl hat sich während der Komplett-Modernisierung von 14 auf 31 erhöht.“ Gebaut wurde vorrangig mit heimischen Betrieben, was unter Beweis stellt, dass die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „Regionalität“ wichtige Bestandteile der Unternehmensphilosophie der Familie Obernosterer sind.
Durch das neue Haus auf 4-Sterne-Niveau zieht sich die Verwendung natürlicher Baustoffe aus der Natur – vor allem von Holz und Naturstein – wie ein roter Faden. „Das ist schließlich authentisch für unser Tal“, so Obernosterer. Er will den neuen Paternwirt auch nach der Wiedereröffnung weiterhin als „Dorfwirt“ positioniert sehen: „Seit über 350 Jahren wurden hier Wallfahrer beherbergt. Diese sind auch in Zukunft bei uns sehr willkommen, ebenso wie Wanderer, Naturliebhaber und die Bevölkerung aus dem Tal.“ Seine Gattin, Eva-Maria, ergänzt: „Wo sich Einheimische wohlfühlen, fühlen sich auch die Gäste wohl“, meint sie, die sich mit viel Herz und Kompetenz um die Gäste kümmert. Zu diesen sollen sich, so der Wunsch der Lesachtaler Hoteliers, in Zukunft auch viele Bustouristen gesellen. „Wir wollen vor allem in der Nebensaison vermehrt auf Busreisen setzen.“
Text: E. Hilgartner, Fotos: Brunner Images, Osttirol heute



