Papin Sport: Modernes Bike-Center in Sillian mit großem Angebot
Papin Sport beschreitet mit seiner Niederlassung im Sillianer Gewerbegebiet Arnbach neue Wege. In dem neuen Radzentrum werden generalüberholte Fahrräder als Alternative angeboten.
Der neue Shop liegt direkt neben der Bundesstraße in Arnbach, im Grenzgebiet von Ost- und Südtirol. Hier hat das Innichner Familienunternehmen Papin Sport auf einem rund 4.700 Quadratmeter großen Grundstück im Rahmen einer mehrjährigen Bauzeit einen modernen Hallenbaukomplex errichtet, der Platz für eine großzügige Ausstellungs- und Verkaufsfläche, für Büros, Aufenthaltsraum, Werkstatt und Lager bietet. Das Gebäude präsentiert sich von der Straßenseite her einstöckig, mit ebenerdigem Zugang zum rund 200 Quadratmeter großen Ausstellungsund Verkaufsraum. Rückseitig ist der Bau zweistöckig, was sich, wie Geschäftsführer Thomas Schmidhofer erklärt, auch aus der Geländebeschaffenheit ergeben hat. Im Parterre erstrecken sich die rund 1.000 Quadratmeter großen Lager mit Werkstatt bzw. Technikraum. Im Freigelände westseitig vor dem Firmengebäude wurde ein rund 1.000 Quadratmeter großer Übungspark angelegt.

Die Firma Papin Sport ist in Osttirol längst schon durch den Fahrradverleih und die Rückgabestelle im Bereich des Lienzer Mobilitätszentrums bekannt. In den Sommermonaten radeln tagtäglich Hundertschaften bevorzugt italienischer Urlauber mit den Leihrädern der Firma die 44 Kilometer lange Strecke auf dem Drauradweg von Innichen in Richtung Lienz. Zurück geht es ganz einfach mit der Bahn. Für Papin Sport ist der Radverleih in Verbindung mit dem Drauradweg ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. „Nach wie vor ist der Radverleih unser Kerngeschäft. Wir sind in diesem Sektor sicherlich die unangefochtene Nummer eins in Südtirol und genießen mit unseren Fahrraddienstleistungen auch europaweit, wie ich glaube, ein Alleinstellungsmerkmal“, betont Thomas Schmidhofer. „Aktuell betreiben wir 25 Standorte und beschäftigen übers Jahr bis zu 150 MitarbeiterInnen. Neben der Fahrradzentrale in der Handwerkerzone Innichen gehören zwei Bekleidungsgeschäfte, fünf Skiverleihe, 14 Radverleihstationen in Südtirol und drei in Österreich zum Unternehmen. Abgerundet wird unser Firmennetzwerk durch 25 Franchise-Radverleihpartner, davon fünf in Oberbayern und 20 entlang verschiedener Radwege in Süd- und Osttirol sowie in Kärnten.“ Das engmaschige Netz an Stützpunkten, allesamt verknüpft über eine Software, vereinfache, so der Innichner Unternehmer, das Verleihgeschäft. „Vor 23 Jahren waren es über 1.000 Verleihräder. Bis 2007 stieg diese Zahl auf 3.000 und bis 2017 auf 8.000 an. Heute sind es an die 15.000 Stück, davon rund 5.000 E-Bikes.“
Seinen Anfang hat die Erfolgsgeschichte des Familienbetriebes in der Südtiroler Gemeinde Luttach genommen. Hier eröffnete Firmengründer Karl Fritz Schmidhofer 1975 ein erstes Sportgeschäft. 1976 sperrte in der Innichner Fußgängerzone jenes Sportfachgeschäft auf, das bis heute in der Freisingerstraße 9 seinen Sitz hat und von Thomas Mutter Sigrun Schmidhofer geführt wird. Thomas selbst, ein studierter Wirtschaftswissenschafter, hat schon als Jugendlicher in der elterlichen Firma mitgearbeitet. Seit 2005 ist er Mitglied der Geschäftsführung und leitet gemeinsam mit seinem Vater Karl Fritz Schmidhofer die Geschicke des Unternehmens. Die Geschäftsidee, die hinter dem neuen Bike-Center in Arnbach/Sillian steckt, beschreibt Thomas Schmidhofer so: „Wir bieten hier großteils generalüberholte Fahrräder an und dies quer durch alle Segmente: mit und ohne Elektromotor, für das Gelände, die Stadt und die Straße. Die von uns sprichwörtlich auf Herz und Nieren geprüften Rückläufer aus Verleih, Hotels und privaten Langzeitmieten kosten weniger als neue Modelle, ohne dabei aber an Qualität einzubüßen.“
Blick auf den 1.000 m2 großen Übungspark

Als großen Vorteil sieht er die Möglichkeit, die der Übungspark direkt neben dem Gebäude in Arnbach bietet. „Er soll den KundInnen bei der Entscheidung helfen, welches Fahrrad das Richtige ist. Im Testgelände können diese selbst feststellen, welchen Unterschied es z.B. zwischen einem Fully und einem Hardtail gibt oder wie sich unterschiedliche E-Bike-Motoren fahren.“ Die Zielgruppe, die man mit dem neuen Bike-Center ansprechen will, umfasst Einheimische wie Gäste. „Natürlich kommt uns auch die Lage direkt an der Bundesstraße zugute, sodass auch Durchreisende bei uns vorbeischauen und sich über unser Angebot informieren“, so Thomas Schmidhofer abschließend.
Text: J. & E. Hilgartner, Fotos: © Martin Lugger





