Rekord im Osttiroler Tourismus: Jänner mit höchstem Nächtigungswert seit Aufzeichnung
Mit einem Plus von 3,8 Prozent oder 8.514 Nächtigungen erreicht der Monat Jänner 2026 den höchsten Wert seit Aufzeichnung. 228.186 Nächtigungen wurden im abgelaufenen Monat in Osttirols Beherbergungsbetrieben gezählt.
Auch der gesamte bisherige Winter zeigt einen äußerst positiven Verlauf: 4 Prozent oder 15.881 Nächtigungen wurden im Vergleich zum Vorjahr von November bis Jänner registriert – genau sind es 411.035 Nächtigungen.
„Dieses Nächtigungsplus – bei anhaltenden Bettenverlusten – lässt Hoffnung aufkommen. Bei einem weiteren guten Saisonverlauf könnte es zu einem neuen Winter-Rekordergebnis kommen“, freut sich Bernhard Pichler vom Tourismusverband Osttirol.
Betrachtet man das bisherige Winterergebnis genauer, fallen die hohen Steigerungen bei inländischen Gästen besonders auf. Bei den Ankunftszahlen (plus 14,2 %) genauso wie bei den Nächtigungszahlen (plus 10,5 %).
Die Ankunftszahlen bei den Gästen aus Deutschland stiegen um 9,3 %, die Nächtigungen blieben gegenüber dem letzten Jahr jedoch gleich. Stark sind die Zuwächse bei den Gästen aus Slowenien und Kroatien – mit knappen 20 % Zuwachs bei Ankünften und Nächtigungen.
Diese positive Nächtigungsbilanz ist laut TVBO-Obmann Franz Theurl in erster Linie auf die stetig steigende Auslastung von Qualitätsbetten zurückzuführen. Er sieht darin eine nachhaltige Wertschöpfungssteigerung, hält aber fest, dass man bei den Nächtigungszuwächsen auf alle Kategorien achten müsse.
„Es ist unbedingt erforderlich, neue Qualitätsbetten im Bezirk zu schaffen“, meint Theurl. Dazu gelte es in nächster Zeit, die Förderlandschaft neu aufzugleisen. „Osttirol ist im Land Tirol das einzige Sonderfördergebiet, das auch Anspruch auf EFRE-Mittel hat. Diese können momentan leider nicht abgerufen werden, da es aufgrund des Ausblendens der österreichischen Hoteltreuhand keine Abwicklungsstelle gibt. Hier muss unbedingt eine Lösung gefunden werden, um die Förderquoten für Qualitätsbetten wieder auf das ursprüngliche Niveau von bis zu 20 Prozent zu erlangen“, so Theurl.
Text: Redaktion, Foto: Clemens Plaschke


