Osttirol: Zuwachs an Arbeitslosen von 76,5 Prozent im Jänner 2021

Im gesamten Bundesland Tirol beträgt der Anstieg der Arbeitslosigkeit 132,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote verdoppelt sich damit auf 11,7 Prozent.

Bei einem prognostizierten Stand von 311.000 unselbstständig Erwerbstätigen (ein Minus von 44.000 Personen im Vorjahresvergleich) und 41.239 vorgemerkten Arbeitslosen betrug zum Stichtag 31. Jänner 2021 die Arbeitslosenquote in Tirol 11,7 %. Im Jänner 2020 waren es 4,8 %.

„Wie befürchtet steigt die Arbeitslosigkeit in Tirol weiter und erreicht mit einer Quote von über 11 Prozent ein negatives Langzeithoch. Speziell der Vergleich mit anderen Bundesländern macht deutlich, wie groß die Herausforderungen im Moment in Tirol sind. Den 41.239 arbeitslosen Personen in Tirol stehen aktuell 3.309 offene Stellen gegenüber. Auch bei den offenen Lehrstellen gibt es erstmals einen Rückgang. Hier ist die Situation aber im Großen und Ganzen nach wie vor stabil. Positiv entwickelt sich die Zahl der Personen in Schulung. Das freut uns, denn jetzt gilt es, die Zeit des Aufschwungs vorzubereiten“, kommentiert Landesgeschäftsführer Alfred Lercher die schwierige Situation am Arbeitsmarkt.

 

 

Im Bezirk Lienz waren mit Ende Jänner 2021 insgesamt 2.896 Personen als arbeitslos vorgemerkt, ein Anstieg von 1.255 Personen oder 76,5 % im Vergleich zum Jänner 2020. Osttirol ist damit noch der Bezirk mit dem geringsten Anstieg. Am höchsten war der Zuwachs im Bezirk Reutte mit 445,1 Prozent.

„Corona-Joboffensive“

„Wir tun jetzt alles, um die fachlichen und persönlichen Kompetenzen der Arbeitssuchenden zu verbessern. Die Zeit der Arbeitslosigkeit soll, so gut es geht, genutzt werden, um in Zukunft den Bedarf der Tiroler Betriebe an Fachkräften besser zu erfüllen“, betont Sabine Platzer-Werlberger, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Tirol. Die „Corona-Joboffensive“ sei gestartet und biete Lehrausbildungen im zweiten Bildungsweg, Fachkurse, Pflegeausbildungen und natürlich Bildungs- und Berufsberatung für alle Vorgemerkten an. „Dabei liegt ein großes Augenmerk darauf, dass Frauen, die von der der Krise mehrfach belastet sind, gute und zukunftsweisende Angebote bekommen. In allen Kursen sind digitale Komponenten, aber auch Gesundheitsprävention zentrales Thema“, so Platzer-Werlberger

Informationen zur Joboffensive: https://www.ams.at/arbeitsuchende/corona-joboffensive-jetzt-weiterbilden/tirol#tirol

 

Text: Redaktion, Symbolbild AdobeStock/Jörn Buchheim, Grafik: AMS Tirol

01. Februar 2021 um