Trotz Corona hat die Sommersaison in Osttirol an Fahrt aufgenommen

Für die bisherige Sommersaison von Mai bis inklusive Juli wurden im Bezirk Lienz 454.538 Nächtigungen gezählt, was ein Plus von 9,1 Prozent bedeutet.

Damit steht Osttirol in der bisherigen Sommersaison auch an der Spitze der nächtigungsstärksten Regionen der Tiroler Tourismusverbände – vor Innsbruck und vor dem TVB Ötztal. Diese positive Bilanz zieht TVBO-Obmann Franz Theurl, wenngleich im Monat Juli mit 307.256 Übernachtungen ein Minus von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden musste. Eine Ursache dafür könnte in der medial nicht nur in Österreich breit diskutierten hohen Inzidenzzahl im Bezirk Lienz und den damit einhergehenden Corona-Maßnahmen gelegen sein.

Der Anteil der Nächtigungen von ausländischen Gästen beläuft sich in der bisherigen Sommersaison übrigens auf 65,6 Prozent, wobei die wichtigste Gästegruppe mit 69,2 Prozent erneut Urlauber aus Deutschland waren. Der Anteil der italienischen Gäste ist im Vergleich zum Vorjahr zwar gestiegen, liegt aber noch immer um rund 40 Prozent hinter den Zahlen von 2019. Die Zahl der Inländer-Nächtigungen konnte mit einem Anteil von 34,4 Prozent an den Gesamtnächtigungen gegenüber dem Vorjahr gehalten werden, wobei der letzte Sommer einen Rekord an österreichischen Gästen brachte.

Die vier Osttiroler Tourismusregionen wiesen in der bisherigen Sommersaison einen ähnlichen Verlauf auf, wobei die Nächtigungsintensität sehr unterschiedlich war. Nächtigungsstärkste Region ist die Nationalparkregion Hohe Tauern Osttirol, gefolgt von der Ferienregion Lienzer Dolomiten und der Ferienregion Hochpustertal.

Für die restliche Sommersaison zeigt sich TVBO-Obmann Theurl optimistisch. „Wenn sich die allgemeinen Covid-Maßnahmen nicht verschlechtern, sollten wir die Saison positiv abschließen können. Eine Herbstkampagne mit regionalen Schwerpunkten in Bayern und Österreich haben wir schon ausgerollt, was sich bereits in steigender Nachfrage für die Herbstmonate und den Wanderherbst widerspiegelt. Erfreulich ist auch, dass die Nachfrage vor allem im hochpreisigen Segment für August und den Herbst sehr groß ist.“ Daraus resultiere, so Theurl, auch die Notwendigkeit, neue Qualitätsbetten zu schaffen. „Die Qualitätsbettenoffensive des Landes sollte dabei hilfreich sein!“

 

Text: Redaktion, Foto: Ramona Waldner

24. August 2021 um